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Würfel als dreidimensionales Zeichen: Jiuh Lee stellt ihren mit Laura Schmidt entwickelten Entwurf vor. Foto: Moritz
Würfel als dreidimensionales Zeichen: Jiuh Lee stellt ihren mit Laura Schmidt entwickelten Entwurf vor. Foto: Moritz
Flächen und Formen: Gestaltungsidee von Athina Alexief-Damianof, Anna Berit Bachmeier und Leonie Straube. Foto: Moritz
Flächen und Formen: Gestaltungsidee von Athina Alexief-Damianof, Anna Berit Bachmeier und Leonie Straube. Foto: Moritz
12.07.2019

Pforzheimer Studenten wecken mit kreativen Ideen Lust auf neue Ornamenta

Pforzheim. Wie könnte eine Ornamenta im Jahr 2024 aussehen? Dieses „in Pforzheim höchst aufgeladenen Themas“, wie Hochschulprofessor Michael Throm sagt, haben sich Studierende des dritten Semesters der Visuellen Kommunikation angenommen.

In Kooperation mit dem Kulturamt sind kreative Fingerübungen, Prototypen für ein mögliches Erscheinungsbild an den Schnittstellen zwischen Kultur, Design und Innovation, die von heute bis Sonntag im Rahmen der Werkschau an der Holzgartenstraße 36 ausgestellt werden. Throm sitzt mit seinem Kollegen Thomas Hensel in einem Projektteam, das derzeit ein Konzept für die Ornamenta erstellt, um damit noch dieses Jahr Bürger und Gemeinderäte zu überzeugen. „Ob der ein oder andere Entwurf für eine Realisierung passt, bleibt spannend“, sagt die Lehrbeauftragte Franziska Stranz, die das Projekt mitbetreut hat. Grundlage waren „hohe Anforderungen“: Die Ornamenta solle Jung und Alt ansprechen, internationale Besucher genauso wie Bewohner von Stadt und Region. „Auch jene, die mit dem Thema nicht in Berührung sind“, so Stranz. Herausgekommen sind acht Entwürfe, digital und für den öffentlichen Raum: Internetseiten, Schriftzüge, Farb-Systematiken, Plakate, Flyer, Tickets oder Briefpapier – jeder Studierende setzte eigene Schwerpunkte. Auch in der Optik. Mal kommt die Ornamenta farbsatt bunt daher, mal reduziert und geometrisch.

Janice Beck und Nele Pelz haben das Ornament als Muster begriffen, das sich wiederholt und spiegelt. Es entstand eine scherenschnittartige Welt, die Assoziationen zu uralten Formen alter Völker erahnen lässt. Das Ornamenta-Logo aus dem Jahr 1989 in eine neue, „dritte Dimension“ katapultiert haben Jiuh Lee und Laura Schmidt. Sie kommt durch die Anwendung neuer Technologien und Industrien hinzu zu den „Grundelementen Pforzheimer Tugenden“ wie Schmuck, Design, Tradition und Präzision. Farbige Flächen und Formen, ausgehend von der Kraft der Geometrie des Ornaments, haben Athina Alexief-Damianof, Anna Berit Bachmeier und Leonie Straube gestaltet. Jovan Vidojevics Erscheinungsbild einer Netzstruktur für das Ausstellungsfestival wirkt dagegen eher zurückhaltend. In das Konzept von Marina Firgo und Svenja Schenk floss eine Aufbruchstimmung in der von Rückschlägen geprägten Stadt mit ihrem „skurrilen Charme“, Kulturen-Mix und architektonischen Potpourri ein.