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06.11.2015

Physik-Event begeistert Zuschauer aller Altersgruppen: Reinerlös geht an die PZ-Aktion „Menschen in Not“

Pforzheim. Erfindergeist und Spaß statt langweiligem Frontalunterricht: Bei ihrer Benefiz-Show im ausverkauften Kulturhaus Osterfeld demonstrieren fünf Physiklehrer im besten Schwabenalter eindrucksvoll, welch‘ spektakuläre Versuche das „Kind im (Lehrer-)Manne“ für Schüler bereithielte, wenn es ein großzügigerer Lehrplan nur zuließe.

Lehrer aus der Region wetten, dass nach dieser ungewöhnlichen Physik-Demonstration die Baumärkte Pforzheims höhere Umsätze für Laubbläser verbuchen? Dieses hilfreiche Herbstwerkzeug setzten die fünf im Malersaal zu ganz großer Form auflaufenden Physik- und Mathematiklehrer – Hartmut Aichert (41, Thomas-Mann-Gymnasium in Stutensee), Björn Ittermann (41, MRT-Schule, Karlsruhe), Markus Kuschel (41, Ludwig-Marum-Gymnasium, Pfinztal), Nils Laßmann (36, Helmholtz-Gymnasium, Karlsruhe) und Jürgen Reiber (42, Melanchthon-Gymnasium, Bretten) – nämlich am häufigsten ein. Die aus Steckdosen gespeisten Blasgeräte bewegten auf der Osterfeld-Bühne ein Luftkissenfahrzeug samt Schülerin Fiona, beförderten Wasserbälle, befeuerten mehrere Saugkanonen und beflügelten ganz sicher die kreative Fantasie der Jungen und Junggebliebenen im Saal. Ganz nebenbei wurde jede Menge Wissen vermittelt – beispielsweise zu Adhäsionskräften, Farbsubtraktion, Kohlenstoffdioxid, Masseträgheit und wechselnden Aggregatszuständen: Im regulären Schulunterricht mag das bestenfalls klingen wie die Domäne der Klassen-Streber – in der Physik-Show wurden die 30 in zwei Stunden gezeigten Versuche vom Publikum immer wieder mit La-Ola-Wellen bejubelt!

Begeisterte Schüler

Viele Schüler, die bei einem Bühnen-Experiment der Physik-Pauker mitmachen durften, hatten glänzende Augen. Oder traten fasziniert staunend von einem Bein aufs andere, innig darauf hoffend, selbst als aktiver Versuchshelfer auf die Bühne gerufen zu werden.

Gewinn für Guten Zweck

Die optisch spektakulärsten Momente kreierten die fünf Ausnahme-Pädagogen mit Hilfe von Trockeneis und Wasser. Aus voluminösen Kunststofftonnen katapultierten sie mächtige Rauchringe in die Reihen der aufgekratzten Zehn-, Elf- und Zwölfjährigen, die trotz der sie begleitenden Eltern oder Großeltern den Altersdurchschnitt im Osterfeld gegenüber anderen Vorstellungen dramatisch senkten.

Der Reinerlös des vergnüglichen Physik-Events fließt in die PZ-Aktion „Menschen in Not“.