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Astrid (Julia Jentsch) und Markus (Bjarne Mädel) stehen vor einer Entscheidung: Treiben sie ihr Kind ab oder nicht?  Clausz
Astrid (Julia Jentsch) und Markus (Bjarne Mädel) stehen vor einer Entscheidung: Treiben sie ihr Kind ab oder nicht? Clausz
15.02.2016

Politik im Zentrum – das erste Berlinale-Wochenende

Berlin. Stars auf dem roten Teppich und ernste Themen auf der Kinoleinwand – die 66. Berlinale ist am Startwochenende ihrem Ruf als politisches und sozialkritisches Filmfestival gerecht geworden. Mit dem Spätabtreibungsdrama „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached ging am Sonntag der einzige deutsche Beitrag ins Rennen um den Goldenen Bären – ein nachdenklich machender Film über den medizinischen Fortschritt und die moralischen Fragen, die er aufwirft. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen ein Paar, bei dessen ungeborenem Kind das Down-Syndrom diagnostiziert wird. Die Mutter denkt daraufhin über eine Abtreibung nach.

Der Italiener Gianfranco Rosi griff mit seiner ebenfalls im Wettbewerb laufenden, erschütternden Dokumentation „Fuocoammare“ die aktuelle Debatte um die Flüchtlingsströme auf. Er drehte vor der Küste von Lampedusa. Die Insel ist seit Jahren das Ziel von Hunderttausenden Flüchtlingen.

Doris Dörries neuer Film „Grüße aus Fukushima“ feierte in der Reihe Panorama Special seine Premiere. Fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima will Dörrie mit dem Werk Solidarität mit den Menschen in Japan zeigen. In ihrem Film geht es um eine Deutsche (Rosalie Thomass), die in der Nähe des Reaktors einer Japanerin (Kaorie Momoi) beim Wiederaufbau ihres zerstörten Hauses hilft.