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Die Preisträgerin Nastassia Atrakhovich, Horst Martin (Bürgermeister Neuenbürg), Carsten von Zepelin (Vorstandsvorsitzender Baugenossenschaft Arlinger), Tanja Solombrino (Organisatorin), die weiteren Preisträger Bernd Hennig, Dinah Günther und Wolfgang Herz (Erster Landesbeamter des Enzkreises, von links). Foto: Meister

Preisträger der „Ortszeit“ geehrt: Künstler präsentieren Arbeiten im Schloss Neuenbürg

Neuenbürg. Vielschichtig, pluralistisch, komplex und dennoch mit spürbarer Klarheit – so präsentiert sich die Wanderausstellung „Ortszeit“ im Schloss Neuenbürg. Unter großem Applaus im voll besetzten Fürstensaal wurden gestern die drei Preisträger der Ausstellung geehrt.

„Das Interesse bestätigt den großen Erfolg der Ausstellung“, freute sich der Erste Landesbeamte des Enzkreises, Wolfgang Herz. Er stellte in seinen Grußworten das inspirierende Schlossareal heraus, das mit seinen Räumen einen hervorragenden Ort für Kunst und Kultur darstelle.

Die „Ortszeit“ wird, wie berichtet, zum zwölften Mal ausgetragen und bietet Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform. Die Wirkung der Ausstellung reicht über die Region hinaus, da die Ausstellung auch im ungarischen Györ Station macht. Unter dem Thema „Figur und Raum“ hatten sich mehr als 100 Künstler mit 380 Werken beworben. „Die Einsendungen haben die Vielschichtigkeit dieses Themas in bemerkenswerter Weise dargestellt“, lobte Organisatorin und Kunsthistorikerin Tanja Solombrino. Dabei wurden verschiedene Stile unterschiedlicher Epochen verwendet“ – Pluralismus auf allerhöchstem Niveau, betonte Solombrino. „Zufälligerweise entstammen die prämierten Werke von Dinah Günther (Malerei), Nastassia Atrakhovich (Fotografie) und Bernd Hennig (Skulptur) unterschiedlicher Kunstgattungen und repräsentieren die Vielseitigkeit des Wettbewerbs.“

Die drei Sieger teilen sich den von der Baugenossenschaft Arlinger gestifteten Preis von 3000 Euro. Auch der Neuenbürger Bürgermeister Horst Martin fand lobende Worte für die „renommierte Wanderausstellung“ und freute sich, dass diese zum dritten Mal in Neuenbürg stattfindet. Für die musikalische Umrahmung der Verleihung sorgten Ruhew Khalil und Wladyslaw Peszynski. Myriam Rossbach lieferte eine beeindruckende schauspielerische Inszenierung. 49 Werke von 26 Künstlern ermöglichen dem Betrachter eine Vorstellung, auf welch komplexer Ebene das Thema „Figur und Raum“ umgesetzt wurde.