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Steter Kampf: Robert Besta als Hamlet (hinten) und Tobias Bode als Claudius.
Steter Kampf: Robert Besta als Hamlet (hinten) und Tobias Bode als Claudius.
19.02.2016

Premiere der Tragödie „Hamlet“ im Großen Haus des Theaters Pforzheim

Pforzheim. „Hamlet“ ist ein spannender, zeitloser Politkrimi, bei dem sich die handelnden Figuren in einem Rausch aus Machtgelüsten, Eifersucht und Misstrauen verlieren und sich offizielle Ämter mit familiären Intrigen vermischen. Hamlets Wahrheitssuche verirrt sich letztlich in einem unberechenbaren Geflecht aus verletzten Gefühlen und persönlichen Rachegedanken. Vor dem Hintergrund des 400. Todesjahres von Shakespeare kommt dessen Hauptwerk nach über 35 Jahren erstmals wieder auf den Spielplan des Theaters Pforzheim.

Prinz Hamlet erfährt vom Geist seines toten Vaters, dass dieser von seinem Bruder Claudius, dem jetzigen König von Dänemark, kaltblütig im Schlaf ermordet wurde. Um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und sich an seinem Onkel zu rächen, täuscht Hamlet zunächst Wahnsinn vor. Der übereifrige Oberkämmerer Polonius hält die Verwirrung des Prinzen für unerfüllte Liebe zu seiner Tochter Ophelia. Nach einem Schauspiel, in dem Claudius der von ihm verübte Mord vor Augen geführt wird, spürt der König, dass Hamlet ihm gefährlich wird und lässt ihn ins Exil schicken.

Doch der Prinz gibt nicht auf, den Plan seiner Rache fortzuführen. Er kommt zum Begräbnis von Ophelia, die selbst verrückt geworden ist über Hamlets Wahnsinn und den Tod ihres Vaters. Am offenen Grab bricht ein Streit zwischen Laertes, Ophelias Bruder, und Hamlet aus. Ein Duell beginnt, bei dem sich die Ereignisse überschlagen und schließlich zur Katastrophe führen…

Die Tragödie „Hamlet“ wird in einer aktuellen Neuinszenierung des künstlerischen Direktors und Regisseurs Alexander May zur Aufführung gebracht. Vor dem Hintergrund des 400. Todesjahres von Shakespeare in 2016 kommt der Tragödie „Hamlet“ besondere Bedeutung zu. Parallel wird im Podium mit Schauspielern in identischen Rollen Tom Stoppards absurde Komödie „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ in Szene gesetzt, die die Geschichte aus veränderter Perspektive durchleuchtet.