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17.11.2015

Quatsch mit Schokolade: Musik und süße Versuchungen begeistern Publikum im PZ-Forum

Pforzheim. Ein Konzert der völlig anderen Art war am Sonntagnachmittag im PZ-Forum zu erleben. Mit dabei jede Menge Kalorien in Form von Zucker, Vanillecreme, Mandeln, Karamell und Schokolade, Schokolade, Schokolade.

Folgerichtig trug die mit rund 200 Personen ausverkaufte Veranstaltung den Titel „Showkolade für alle“.

Die Chorleiterin und Konditorin Siegrun Stütz wartete zum einen mit dem 14-köpfigen Projektchor „Hot-Chocolate-Singers“ und zum anderen mit einer überaus verführerischen Auswahl ihres Tortensortiments auf. Musikalisch kredenzte der Chor unter anderem eine „Rossiniana“ oder anders gesagt, einen musikalischen Salat nach Rossini-Art, gefolgt von, man ahnt es: „Hot Chocolate“ von Andy Beck. Ljiljana Borota und Christian Knebel am Flügel spielten gemeinsam als „Duo Marzi-Pianissimo“ mit Liedern wie „Alice in Wonderland“ von Alexander Rosenblatt oder den „Ungarischen Tänzen“ von Johannes Brahms.

All diese musikalischen und stets mit Augenzwinkern und viel Humor dargebotenen Leckereien präsentierte Alexander Weber. An diesem Nachmittag führte er als „Mister Krokant-Charmant“ singend und mit allerlei Wortwitzen durchs Programm. Einen Höhepunkt dieser ungewöhnlichen und frechen Moderation bildete ein leicht abgewandeltes Stück von Udo Jürgens – „Merci, mon Chéri“ –, das Weber mit einem prallgefüllten Bauchladen zum Besten gab, während er immer wieder die im Liedtitel genannten Süßigkeiten ins Publikum warf. „Wir finanzieren unsere Show durch Product Placement“, scherzte Weber süffisant.

Lange Haltbarkeit

Noch um einiges begeisterter als jene industriell gefertigten Süßigkeiten wurden die Torten von Siegrun Stütz vom Publikum aufgenommen. Bevor diese im Foyer mit Kaffee verköstigt werden konnten, wurden die nämlich während des Programms samt Entstehungsgeschichte vorgestellt. So beispielsweise die ungarische „Dobostorte“, die der Konditor József Dobos 1885 mit der Absicht kreiert hatte, eine Torte zu erschaffen, die auch unter den damaligen Kühlbedingungen zwei Wochen haltbar sein sollte.

Die Kühlmethoden haben sich mittlerweile verändert, die wohl berühmteste ungarische Torte hingegen nicht: Bis heute besteht sie aus sechs dünnen Biskuit-Schichten, einer Schokoladencreme und goldfarbenem Karamellüberzug. Verführerisches Aussehen und jede Menge schmackhafte Kalorien wiesen aber auch die Sachertorte und die Esterhazytorte auf.

Wiederholung erbeten

Nach zwei Zugaben für das begeisterte Publikum waren bei der Verköstigung im Anschluss an das Konzert jede Menge genussvolle „Ahhs“ und „Hmmms“ im Foyer zu vernehmen. Und immer wieder auch die Bitte um Wiederholung dieses außergewöhnlichen und kurzweiligen Konzertes.