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Die Dampfhammer Jazzband begeistert mit bekannten Titeln.  Foto: Frommer 

Rasant, gefühlvoll und mit jeder Menge Schwung: Dampfhammer Jazzband spielt bei der Jazz Society im „Gasthof Hoheneck“

Pforzheim. Bunte Klangvielfalt: Ragtime, Dixieland- und New Orleans-Jazz, dazu je eine Priese Boogie-Woogie und Musical. Die Dampfhammer Jazzband bleibt ihren Fans beim abwechslungsreichen Live-Konzert der Jazz Society Pforzheim im „Landgasthof Hoheneck“ nichts schuldig. Pünktlich um 19 Uhr starten die sieben Dampfhammer-Musiker – Uwe Daiminger (Trompete), Rainer Daub (Banjo), Herbert Vogt (Klarinette), Roland Pauer (Posaune), Klaus Armbruster (Klavier), Karl-Otto Schmidt (Sousaphon und Bass) und Dieter Kattler (Schlagzeug) – ihr Konzert mit dem Jazzstandard „Ain’t She Sweet“ und dem Evergreen „All Of Me“.

Nach ihrer Interpretation des Musical-Titelsongs „Hello Dolly!“, dem Swing „Bei Mir Bistu Shein“ und dem „Wildcat Blues“ bringt ein Konzertgast die freudig erleichterte Stimmung nach dem Ende der musikalischen Corona-Pause auf den Punkt: „Es hat was gefehlt“, lautet seine deutlich hörbare Konzert-Erkenntnis. Die Musikern sehen es nicht anders: „Es macht Spaß wieder da zu sein“, unterstreicht Bandleader Rainer Daub. Typische Banjo-Klänge, rhythmische Rückendeckung von Schlagzeug, Sousaphon, Kontrabass oder Posaune, mittendrin ein permanentes Wechselspiel zwischen Trompete, Klarinette und Piano – die Vielzahl der Instrumente erlaubt dem flexiblen Septett einen variantenreichen und spannenden Vortrag. Zu den besonderen Perlen des im holzgetäfelten Saal der „Hoheneck“ dargebotenen Repertoires zählen auch die Filmmusik „Puttin’ On The Ritz“ (1927) und das Titelthema der SDR-Eisenbahnromantik „Sentimental Journey“ (1944).

Im dritten Set zieht die Jazzband wieder alle Register: Auf rasante Rags wie „That’s A Plenty“ und „Hold That Tiger“ folgen Fats Wallers Swing „Honeysuckle Rose“ und Sidney Bechets zeitlos schöne Komposition „Petite fleur“. Diese Mischung mobilisiert nochmals das Publikum: Mit Bravo-Rufen, kräftigem Beifall, King Olivers schwungvollem „Doktor Jazz“ und dem „Sheik Of Araby“ klingt das in jeder Phase unterhaltsame Konzert aus.