nach oben
Gerda Frisch (links) und Maria Klein halten den ungewöhnlichen Anblick in der Friedenstraße fest. seibel
Gerda Frisch (links) und Maria Klein halten den ungewöhnlichen Anblick in der Friedenstraße fest. seibel
20.11.2015

Reines Wohngebiet: Keine Ausstellung in der „schwarzen Villa“

Pforzheim. Die geplante Ausstellung in der „schwarzen Villa“ an der Friedenstraße wird nicht stattfinden. Das geht aus einem Schreiben des Pforzheimer Baurechtsamt hervor, das der PZ vorliegt. Weil das schwarz gestrichene Gebäude in einem reinen Wohngebiet steht, ist für die Nutzung als Galerie eine Sondergenehmigung nötig.

Diese hat „Schwarze-Villa“-Initiator Andreas Sarow Anfang September bei der Stadt Pforzheim beantragt. Am Mittwoch hat das Pforzheimer Baurechtsamt nun diesem „Bauantrag für die Nutzungsänderung eines Wohnhauses in eine Galerie“ nicht entsprochen. Als Grund nennt die Behörde den Charakter des Rodgebiets als „reines Wohngebiet“. Dort seien nur Wohngebäude und „Anlagen zur Kinderbetreuung allgemein zulässig“ – alle anderen Nutzungen bräuchten eine Sondergenehmigung. Diese erhält die „schwarze Villa“ nicht. Und das – laut der Behörde – aus mehreren Gründen. Weil die Galerie mit ihrer geplanten Kunstausstellung – vor allem durch den erwarteten Andrang – „nicht nur den Bedürfnissen der Bewohner des umliegenden Wohngebiets“ diene, sei die Galerie-Nutzung „wohnraumunverträglich“. Des Weiteren weist die Stadt in ihrem Schreiben auf „erhebliche denkmalpflegerische Bedenken“ hin und erteilt der Galerienutzung auch aufgrund des Brandschutzes eine Abfuhr. Gegen den Beschluss der Stadt wird Sarow laut eigener Aussage keinen Widerspruch einlegen. sap