nach oben
Gastieren zum ersten Mal in Maulbronn: das erfolgreiche Ensemble der Akademie für Alte Musik Berlin. Foto: Arens
Gastieren zum ersten Mal in Maulbronn: das erfolgreiche Ensemble der Akademie für Alte Musik Berlin. Foto: Arens
16.05.2019

Renommiertes zum Auftakt - Die Klosterkonzerte starten in neue Saison

Maulbronn. Der Mix aus Orgelkonzerten, Vokal- und Kammermusik kommt weiterhin an. Auftakt in die Konzertsaison 2019: Diesen gestaltet am morgigen Freitag ein historisch informiert spielendes Kammerorchester mit einer großen Erfolgsgeschichte: die Akademie für Alte Musik Berlin. Für Maulbronn hat das Ensemble um Konzertmeister Georg Kallweit ein Programm zusammengestellt, das den sechs Concerti grossi op. 3 von Georg Friedrich Händel einzelne Sätze aus den Canons Mélodieux von Georg Philipp Telemann gegenüberstellt. Die Besetzung mit Oboen, Blockflöten und Fagotten zusätzlich zu den Streichern soll den Konzerten eine große Farbigkeit verleihen.

„Nach der rundum gelungenen und sehr erfolgreichen Jubiläumssaison 2018 freuen wir uns beim Start der diesjährigen Saison auf gleich zwei Höhepunkte“, sagt Sebastian Eberhardt, künstlerischer Leiter, auch mit Blick auf den Samstag. Dann setzt sich der Maulbronner Kammerchor unter der Leitung von Benjamin Hartmann in seinem A-cappella-Programm „Ruhe, bitte!“ mit der Sehnsucht nach Stille auseinander und will unserer alltäglichen Hektik und der Reizüberflutung eine Perspektive der Entschleunigung und Einkehr entgegensetzen.

Besondere Projekte stehen bei den hauseigenen Ensembles auf dem Programm: Am 25. und 26. Mai wird die Klosterkirche zur Bühne für Henry Purcells Oper „Dido & Aeneas“. Unter der Leitung von Sebastian Eberhardt und der Regie von Countertenor Nils Wanderer sind der Chor des Evangelischen Seminars Maulbronn, das Karlsruher Barockorchester sowie international besetzte Gesangssolisten zu hören.

Helmut Deutsch, Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, setzt am 30. Mai die Tradition der Konzerte an der Grenzing-Orgel fort. Im Zentrum steht Franz Liszts monumentale Fantasie über „Ad nos, ad salutarem undam“.

„Bis 29. September erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches, hochklassiges Programm“, verspricht Eberhardt. Ohne Bewährtes außer Acht zu lassen, will er Interesse an Neuem wecken: mit jungen, aufstrebenden Künstlern sowie mit etablierten Ensembles. Neben den Konzerten des Kammerchors und der Kammermusikwoche mit Bernd Glemser sind nur Künstler zu sehen, die erstmals in Maulbronn gastieren.

Der Mix aus Vokalmusik, Orgelkonzerten, Kammermusik und Crossover kommt an, Eberhardt verzeichnet wieder eine rege Nachfrage: Das Konzert mit Canadian Brass am 12. Juli war innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Auch für die Wanderkonzerte mit dem Maulbronner Kammerchor gibt es keine Karten mehr.

„Was uns ebenfalls sehr freut: das große Interesse der Schulen in der Region am diesjährigen Schulkonzert“, so der 34-Jährige. Das Ensemble D’Accord wird Camille Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ am 4. Juni insgesamt dreimal aufführen, um den bisher angemeldeten 600 Personen den Besuch zu ermöglichen. Hier gibt’s nur noch für einzelne Klassen freie Plätze.