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20.11.2015

Ringen um Millionen

Düsseldorf. 15 Millionen statt 24 Millionen – im Schadensersatz-Streit zwischen der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht und dem inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach zeichnet sich ein Vergleich ab. Die Anwälte beider Seiten wollen prüfen, ob Achenbach nur 15 Millionen Euro zahlen soll. Das vereinbarten sie gestern in einer Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Düsseldorf. Allerdings gingen die Prozessbeteiligten davon aus, dass der zu sechs Jahren Gefängnis verurteilte Kunstberater selbst diese reduzierte Summe wohl nicht zahlen könne.

Für einen Vergleich spreche die wirtschaftliche Situation Achenbachs, sagte der Anwalt der Aldi-Familie, Andreas Urban. Der „effektiv fließende Betrag“ werde sicher niedriger liegen. Es mache aber wenig Sinn, den Prozess weiterzuführen. Achenbachs Firmen sind insolvent, seine Kunstsammlung wurde für rund 7,5 Millionen Euro zwangsversteigert. dpa