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Komisches Trio: Markus Löchner, Henning Kallweit, Sergej Gößner (von links).
Komisches Trio: Markus Löchner, Henning Kallweit, Sergej Gößner (von links).
19.02.2016

„Rosenkranz und Güldenstern sind tot“: Blick auf die Geschichte rund um „Hamlet“

Pforzheim. Aus ungewöhnlicher Perspektive rückt Tom Stoppards absurde Komödie „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ die in der Literaturgeschichte wohl am meisten verkannten Nebenfiguren aus „Hamlet“ in den Vordergrund. So wird die Handlung von Shakespeares bekanntester Tragödie komplett neu erzählt. Für viel Komik sorgt dabei die Tatsache, dass die beiden mit der Einschätzung der Vorgänge völlig überfordert sind. Sie vermögen weder dem Verhalten Hamlets noch ihrem eigenen wechselhaften Schicksal einen Sinn abzugewinnen.

Am Samstag um 20 Uhr feiert die Komödie „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ unter der Regie der künstlerischen Direktorin Caroline Stolz Premiere im Podium des Theaters Pforzheim. Bereits in diesem frühen Stück, das seinen Durchbruch bedeutete, spielt Stoppard virtuos mit verschiedenen Realitätsebenen. 1990 hat er es selbst verfilmt, ein Debüt, für das er bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem „Goldenen Löwen“ ausgezeichnet wurde.

Der Clou der Pforzheimer Neuinszenierung: Alle Rollen werden von jenen Schauspielern verkörpert, die auch in der Hauptproduktion „Hamlet“ im Großen Haus mitwirken.