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Jochen Schönleber
Jochen Schönleber
14.12.2016

„Rossini in Wildbad“ lockt wieder mit selten gespielten Opern

Bad Wildbad. Es ist der Aufgalopp zum Jubiläumsjahr: Das 29. Festival „Rossini in Wildbad“ im Jahr vor dem 225. Geburtstag des großen Komponisten wartet von 13. bis 23. Juli 2017 mit fünf Opern und herausragenden Konzerterlebnissen auf.

Den Auftakt macht am 7. Juli das neue Auditorium auf dem Sommerberg über Bad Wildbad: Der Turm des Baumwipfelpfades stieß in der vergangenen Saison auf so begeisterten Zuspruch, dass nun Antonino Fogliani mit großem Orchester unter anderem Mozarts erhabene Messe in c-Moll dirigieren wird. Auch zwei Raritäten von Rossini hat Intendant Jochen Schönleber wieder ausgegraben: „Aureliano in Palmira“ von 1813 ist die einzige Oper, die Rossini je für einen Kastraten geschrieben hat. Und die Ouvertüre, die aus dem späteren „Barbier von Sevilla“ vertraut ist, verblüfft. „Eduardo e Christina“ ist ein Pasticcio, bei dem Rossini selbst unter großem Zeitdruck teilweise auf eigene Musikstücke zurückgriff und diese 1819 zu einer imposanten Oper und einem großen internationalen Erfolg verschmolz.

Im Königlichen Kurtheater wird mit „L’occasione fa il ladro“ (Gelegenheit macht Diebe) eine turbulente Verwechslungskomödie Rossinis aufgeführt. Erstmals wird der bekannte Charakterdarsteller Lorenzo Regazzo die Rolle des Parmenione verkörpern. „Maometto II“ von 1820, eine der dramatischsten Opern der neapolitanischen Zeit, wird in der Trinkhalle zu erleben sein. Als Gastspiel vom Maggio musicale Florenz wird Manuel Garcías bezaubernde Salonoper „Le Cinesi“ gegeben, die in der Regie von Jochen Schönleber erstmals 2015 in Barcelona und später in Wildbad gespielt wurde.

www.bad-wildbad.de/rossini