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Können auch Disco: Hannes Irengård und Per Andreasson (von links).  Pfäfflin
Können auch Disco: Hannes Irengård und Per Andreasson (von links). Pfäfflin
05.12.2017

Royal Republic bringt die Fans im Karlsruher Substage zum Toben

Party! Party! Wer zu einem Konzert von Royal Republic kommt, weiß: Stillstehen ist nicht. Wie schon bei ihrem umjubelten Auftritt beim Schwanner Happiness-Festival in diesem Jahr, bringen die vier Schweden auch das Karlsruher Substage zum Toben.

Sprechgesänge, tosender Beifall, enthusiastisch mitgesungene Hits und Crowdsurfing im Minutentakt – auch die vom Publikum auf den Händen zur Bühne beförderten Fans sorgten für fast extatische Stimmung.

Die vier Männer aus Malmö heizen von Beginn an ein: Ihr Hit „When I See You Dance With An Other“ markiert, wo’s langgeht: eine geniale Mischung aus Pop, Rock, Metal und jede Menge Entertainment. Denn Frontmann Adam Grahn ist ein Sänger, der auch als Kabarettist seine Brötchen verdienen könnte. Locker nimmt er jeden Zuruf aus dem Publikum auf, nie um eine passende Antwort verlegen. „Do you know Monoxide from Pforzheim?“, wird laut aus den Publikumsreihen gebrüllt. Nein, kennt er nicht, aber dafür „dicke Titten und Kartoffelsalat“. Und natürlich stimmt das Quartett sofort diesen Ballermann-Hit an. Überhaupt hat der Gitarrist und Sänger mit Hannes Irengård (Gitarre), Jonas Almén (Bass) und Per Andreasson (Schlagzeug) drei Musiker an seiner Seite, die nicht nur exzellent ihre Instrumente beherrschen, sondern vieles mehr. Da kommt Drummer Andreasson beim Police-Cover „Roxanne“ ans Mikro und gibt den Sting, währenddessen seine Bandkollegen einfach mal die Instrumente tauschen. Da gibt es den Song „Addictive“ als Akustik-Version in Comedian-Harmonists-Manier. Bei der Auswahl zwischen Iron Maiden und Metallica entscheidet sich das Publikum spontan für „Battery“, samt knackigem Metal-Sound nach Machart der Band um James Hetfield.

17 Titel spielen Royal Republic im Substage, fast ausschließlich Hits, wie „Tommy Gun“, „Underwear“, „Full Steam Spacemachine“, „Everybody Wants To Be An Astronaut“, „Walking Down The Line“, „Walk“, „Over The Top“. Und wenn zum Zugabenschluss nach „Baby“ die Meute weiterhin tobt, wollen auch Royal Republic kaum von der Bühne: Das Saallicht ist längst schon an, aber die vier Schweden feiern immer noch – mit ihrem Publikum.

Sandra Pfäfflin