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Die „Aerocene“-Skulptur von Tomas Saraceno. Foto: Anspach
Die „Aerocene“-Skulptur von Tomas Saraceno. Foto: Anspach
03.03.2017

Saraceno-Schau in Ludwigshafen: schwebende Plastik aus Tüten

Ludwigshafen. Ein Ballon aus Tausenden gebrauchten Plastiktüten steht im Zentrum einer Schau, die das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen zu Ehren des Künstlers Tomás Saraceno zeigt.

Die bunte Hülle, die allein durch Sonnenwärme Auftrieb erhält, steht für die jüngste Vision des 43-Jährigen: Er plant für ein Zeitalter der Luft („Aerocene“) und arbeitet an verschiedenen Skulpturen, die nur mit der Kraft der Thermik um die Welt fliegen können – ohne Motor, fossile Brennstoffe und Solarzellen. In der Ausstellung „Aerosolar Journeys“ zeigt das Museum bis 30. April mehrere Entwicklungen des aus Argentinien stammenden Künstlers. Saraceno gehe es auch darum, dass aus unnützen und nur wenige Zeit gebrauchten Dingen wie Plastiktüten etwas Dauerhaftes entstehe, sagte Museumsdirektor René Zechlin über die Hülle mit dem Titel „Museo Aero Solar“, die mittels eingeblasener Luft in Form gehalten wird. Sie entstand, indem an verschiedenen Stationen immer wieder neue Tüten und Folien mittels Klebeband „eingebaut“ wurden, einige davon individuell bemalt.

„Es ist ein fliegendes Museum“, sagte Saraceno, „jeder kann daran teilhaben“. In Ludwigshafen soll eine neue Hülle entstehen, für die viele gebrauchte Tüten erbeten werden.