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Jens Peter, Sophie Lochmann und Clemens Ansorg (rechts) lesen an geschichtsträchtigem Ort – dem Archäologischen Schauplatz Kappelhof – aus Platons „Gastmahl“. Foto: Meyer
Jens Peter, Sophie Lochmann und Clemens Ansorg (rechts) lesen an geschichtsträchtigem Ort – dem Archäologischen Schauplatz Kappelhof – aus Platons „Gastmahl“. Foto: Meyer
06.02.2018

Schauspieler lesen aus „Gastmahl“ im Archäologischen Schauplatz Kappelhof

Pforzheim. In der Reihe „Urban“ des Theaters Pforzheim hat am Sonntag in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt ein Auftritt von Mitgliedern des Schauspielensembles im Archäologischen Schauplatz Kappelhof stattgefunden. Platons Text „Das Gastmahl“ wurde von Jens Peter, Sophie Lochmann und Clemens Ansorg in einer von Hannes Hametner und Pascal Gruppe eingerichteten, rund einstündigen Lesung vorgestellt. Intendant Thomas Münstermann leitete mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums, Jeff Klotz, begrüßend ein.

„Dieser Beitrag folgt unserem ebenso programmatischen wie leidenschaftlichen Bemühen, das Theater mit all seinen Aktivitäten noch stärker in die Stadt hineinzutragen und mit spannenden Partnern zu vernetzen. Ob, L.A.F-Gebäude, die Buchhandlung Thalia, das ,Café Roland‘, die Schlössle-Galerie, das Schmuckmuseum, die Schlosskirche, die Kinos und viele weitere Orte mehr, die wir mit unseren Ensembles bereits für ungewöhnliche Projekte entdeckt haben: Es ist immer wunderbar, zwischendurch das Haus am Waisenhausplatz auch mal zu verlassen, um vor Ort, in der City, direkt an den Menschen dran zu sein“, betonte Chefdramaturg Peter Oppermann. Platons „Gastmahl“ passe ideal an einen Ort, der Geschichte atme. In dem in Dialogform verfassten Werk des griechischen Philosophen berichtet ein Erzähler vom Verlauf eines Gastmahls, das schon mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt. An jenem denkwürdigen Tag hielten die Teilnehmer der Reihe nach Reden über die Erotik. Sie hatten sich die Aufgabe gestellt, das Wirken des Gottes Eros zu würdigen. Dabei trugen sie von unterschiedlichen Ansätzen aus teils gegensätzliche Theorien vor.

„Wir werden die Reihe, die uns bislang eine gute Resonanz und mitunter auch neue Zuschauer gebracht hat, mit viel Energie fortführen, und ich bin mir sicher, dass wir noch einige Orte ,erobern’, an denen das Theater bislang noch nicht präsent war“, fasste Oppermann zusammen.