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Ausgangspunkt der Aufführung ist großformatiger Schmuck.  Foto: Hetzel 

Schmuck in virtuellen Welten: EMMA-Kreativzentrum präsentiert Performance im Projektraum „Stattbad“

Pforzheim. Welche Auswirkungen hat das Handeln eines Einzelnen auf die Gruppe? Wie beeinflusst das Umfeld das Verhalten von Individuen in Menschenmassen? Diese Fragen behandelt die Schmuck-Performance „Der Massenmensch“ der Designerinnen und Pforzheimer Hochschul-Absolventinnen Janina Au und Lena Hetzel, die sie in Kooperation mit dem „Stattbad“ für den virtuellen Raum umgesetzt haben. Am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 19 Uhr findet im EMMA-Kreativzentrum Pforzheim eine Präsentation des Projekts statt, bei der Besucher die virtuelle Performance mit VR-Brillen erleben können.

Die Männerschwimmhalle des ehemaligen Emma-Jaeger-Bads wird seit 2019 unter dem Namen „Stattbad“ als virtueller Projektraum für Kunst- und Designprojekte genutzt. Dort wurde „Der Massenmensch“ mit einer speziellen Technik aufgenommen. Entstanden ist ein virtueller Rundgang, bei dem jeder Blickwinkel- und Bewegungswechsel die Konstellationen der Performance verändert. Ergänzt wird dies durch Musik von Firat Yildiz vom Sense-Kollektiv, der aus den Geräuschen der Performance einen eigenen Sound schuf, sowie Drohnenflügen von Jens Alemann.

„Mit dem ,Stattbad’ geben wir Kreativschaffenden die Möglichkeit, Projekte zu realisieren, die im virtuellen Raum stattfinden und daher trotz Corona-Beschränkungen eine große Öffentlichkeit erreichen können“, so Projektleiter Matthias Lüben. „Die Arbeit hat es uns ermöglicht, eine neue Form der Ausstellung zu erforschen und einen Raum zugänglich zu machen, der sonst für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Vor allem das Experimentieren mit Design und Performance im Wechselspiel von bewegtem und nicht bewegtem Zustand war für uns sehr spannend“, freuen sich Au und Hetzel.

Die Performance sowie alle vorherigen Projekte sind nach der Präsentation im Internet unter www.stattbad.digital abrufbar.

Michael Müller

Michael Müller

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