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Reinhilt Michaelis hat ihrem Götterboten Hermes (Mitte) ganz besondere Transportmittel verpasst. Foto: Ketterl
Reinhilt Michaelis hat ihrem Götterboten Hermes (Mitte) ganz besondere Transportmittel verpasst. Foto: Ketterl
Schmuckdesignerin Ulrike Baur aus Engelsbrand (rechts) im Gespräch mit Annegret Borgwardt.  Foto: Ketterl
Schmuckdesignerin Ulrike Baur aus Engelsbrand (rechts) im Gespräch mit Annegret Borgwardt. Foto: Ketterl
Gabriele Münster zeigt Irene Wick (rechts) eines ihrer Werke. Foto: Ketterl
Gabriele Münster zeigt Irene Wick (rechts) eines ihrer Werke. Foto: Ketterl
09.12.2016

Schmunzeln und stöbern beim KIP-Weihnachtsmarkt

KIP-Weihnachtsmarkt findet noch am Samstag und Sonntag im Neuen Rathaus Pforzheim statt. Kunsthandwerk in seiner ganzen Bandbreite lockt zahlreiche Besucher.

Wenn aus Gebrauchsgegenständen Götterboten werden – dann hat der KIP-Weihnachtsmarkt wieder seine Pforten im Rathaus geöffnet. Reinhilt Michaelis’ köstlich-komische Figuren – ihr Gott Hermes kommt auf einem Rollschuh daher und trägt einen Trichter als Helm – sind seit Jahren fester Bestandteil dieser gut besuchten Ausstellung. Michaelis ist eine Frau der ersten Stunde, genau wie Ute Middel, die seit 35 Jahren mit der Kunst-Initiative-Pforzheim ausstellt und den „Kunst beflügelt“-Markt organisiert.

Viele Veränderungen hat sie in diesen Jahren erlebt – unter anderem das sich ständig verändernde Raumangebot im Rathaus. Und so sind in diesem Jahr mit 37 Ausstellern zehn weniger vertreten als in den Vorjahren, da der Rathaus-Pavillon nicht mehr genutzt werden kann. Aber auch im Kunsthandwerk hat sich vieles bewegt: „Keramik findet zurzeit kaum Interessenten“, sagt die Malerin. Dafür „ist Holz groß im Kommen“. Und so sind mit Otto Armin und Bernd Pfister zwei Kunsthandwerker vertreten, die ausschließlich mit diesem Material arbeiten. Überhaupt ist das Thema Natur ein zentrales dieser dreitägigen Ausstellung.

Da fertigt Antoaneta Bartling ihre Stricksachen und zierlichen, gehäkelten Schmuckstücke aus natürlichen Materialien, genauso wie Annegret Borgwardt ihre selbst gewebten und in schönen Tönen gefärbten Schals. Auch Rosi und Fredi Alberti färben ihre Naturtextilien selbst. Schals und Stulpen filzen Irina Davidov, Bärbel Zimmer und die Filzwerkstatt. Duschseifen, die das Eincremen ersparen, stammen von Sabine Holz, und Cornelia Leidenfrost sorgt mit ihren Lavendel-Produkten auch in Schränken für den guten Duft.

Mit Preisen von fünf bis 5000 Euro reicht die Spanne von schönen Papierarbeiten von Susanne Hembold und Ulrike Wiesner bis zu edlem Schmuck von Stephan und Barbara Frank. Mit acht Ausstellern ist dieser Bereich am stärksten vertreten, sechs Künstler zeigen Bilder und Skulpturen. Und regen wie Heidi Stulle-Gold und Uwe Middel mit ihren köstlichen Figuren immer wieder zum Schmunzeln an.