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11.01.2018

Schwetzinger Festspiele: „Übergänge“ in unruhigen Zeiten

Schwetzingen. Die Schwetzinger Festspiele (27. April bis 28. Mai) reagieren der künstlerischen Leiterin Heike Hoffmann zufolge mit dem Motto „Übergänge“ auch auf die Lage in der Welt.

„Wir leben in einer Zeit gravierender Veränderungen – globale Umbrüche in vielen Bereichen kündigen sich an, die jeden von uns in der einen oder anderen Weise betreffen werden“, sagte Hoffmann. „In Zeiten der Verunsicherung kann es nützen, an die identitätsstiftende Rolle von Kunst und Kultur zu erinnern.“

Eröffnet wird das Festival mit der Musiktheaterproduktion „Argo“ des spanischen Komponisten José Maria Sánchez-Verdú. „Das ist einerseits eine programmatische Entscheidung – wir sind als ein weitgehend aus öffentlichen Mitteln finanziertes Festival der Förderung des Neuen besonders verpflichtet“, sagte die 59-Jährige. Andererseits liege die Probenzeit vor den Festspielen, und die Leitung könne das Theater so auch für Konzerte nutzen.

Das vom SWR veranstaltete Festival bietet 57 Veranstaltungen mit internationalen Musikern und jüngeren Künstlern. Weitere „Übergänge“ werden im Liederabend von Christoph Prégardien „Zwischen Leben und Tod“ ebenso thematisiert wie im Konzert „Krieg und Frieden“ der Sopranistin Sarah Wegener.

Gemeinsam mit Heidelberg

Die Geigerin Antje Weithaas und ihr Orchester Camerata Bern bewegen sich mit der Musik von Bartók und Kodály zwischen Volks- und Kunstmusik. Eine Wiederentdeckung erwartet die Besucher mit der Inszenierung von Antonio Salieris Dramma giocoso „La Fiera di Venezia“ im Rokokotheater. Erstmals arbeiten die Festspiele mit dem benachbarten Heidelberger Frühling zusammen. Mit einem Porträtkonzert von „Argo“-Komponist Sánchez-Verdú baue Heidelberg einen Übergang zwischen den aufeinander folgenden Festivals, so Hoffmann.