nach oben
Stefanie Kloß weiß ihr Publikum zu  begeistern. Foto: dpa
Stefanie Kloß weiß ihr Publikum zu begeistern. Foto: dpa
23.05.2016

Silbermond geht in Stuttgart erst langsam auf

Stuttgart. Das Beste kommt meist zum Schluss. „Das Beste“, den gleichnamigen größten Hit von „Silbermond“, hatte sich die Rock-Pop-Band aus Bautzen bei ihrem Konzert in der Stuttgarter Schleyerhalle tatsächlich als Zugabe aufgespart. Fast zweieinhalb Stunden lang flitzte die blendend aufgelegte Frontfrau Stefanie Kloß über die Bühne und den 40 Meter langen Laufsteg, der ins Publikum führte. Und am Ende wurde sie auf Händen getragen: Sie vertraute voll auf ihre Fans und wurde auf dem Rücken liegend weitergereicht.

Doch zuvor wurde die Stimmung in der nur halb gefüllten Halle nur langsam angeheizt. Das lag wohl auch daran, dass bei Titeln wie „Für Dich schlägt mein Herz“ und „Meer sein“ die Instrumentalbegleitung von Kloß’ Bandkollegen Johannes Stolle (Bass), Thomas Stolle (Gitarre, Klavier) und Andreas Nowak (Schlagzeug) zu sehr das Geschehen bestimmte. Bei einfühlsameren Weisen wie dem Trennungslied „Das Leichteste der Welt“ und „Allzu menschlich“ kam die eher zurückhaltende Stimme der Sängerin deutlich besser zur Geltung. So richtig ab ging es erst während der Mitte des Konzerts, als der neben „Das „Beste“ zweite Nummer-Eins-Hit „Irgendwas bleibt“ für wahre Begeisterungsstürme sorgte. Immer wieder imponierend das politische Engagement von Stefanie Kloß, die vehement dazu aufforderte, Fluchtursachen zu bekämpfen „und die Gesellschaft mitzugestalten“.

Dass das Beste erst zum Schluss kam, stimmte jedoch nicht ganz. Der Neuseeländer Graham Candy (25) heizte zuvor mit seinem Riesenerfolg „She Moves“ mächtig ein. Am 25. Oktober ist er erneut in Stuttgart zu erleben.