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Die Schulzeit ist für Sarah Schöttle (links) und Michelle Weidner jetzt vorbei. In der Abschlussausstellung zeigen sie, was sie in den vergangenen zwei Jahren gelernt haben. Foto: Meyer
Kette mit geometrischen Formen und Silberschale von Michelle Weidner. Foto: Meyer
14.07.2017

Spannende Arbeiten: Abschlussausstellung der Berufsfachschule für Goldschmiede

Pforzheim. Wie war’s denn so in der Schule? „Richtig klasse!“, verkünden Sarah Schöttle und Michelle Weidner im Brustton der Überzeugung und strahlen. Die beiden jungen Frauen haben gerade die zweijährige Berufsfachschule für Goldschmiede abgeschlossen und bauen die Ausstellung „Goldstaubalarm“ auf, die dokumentiert, was sie und ihre Mitschüler aus ganz Deutschland hier in Pforzheim gelernt haben. „Wir durften uns kreativ austoben“, sagt Weidner. Und: „Wir haben jede Menge unterschiedliche Techniken gelernt. Auch ungewöhnliche.“

Bildergalerie: Ausstellung "Goldstaubalarm" in der Goldschmiedeschule Pforzheim

Ziselieren etwa, wie an einer schönen Gürtelschnalle zu sehen ist. Oder Emaillieren – eine Technik, die Absolventen offensichtlich besonders liegt, gibt es doch Exponate mit Fenster- und Steg-Emaille, mit Bleistiftzeichnung und Porzellanfarben. Am Steinschleifen hat nicht nur Michelle Weidner besonderen Gefallen gefunden: Kleine Skulpturen aus Edelsteinen und zahlreiche gefasste Steine in Schmuckstücken demonstrieren die Könnerschaft der angehenden Goldschmiede. Dutzende von Arbeiten sind bei dieser Abschlussausstellung zu sehen – während der Schulstunden entstanden oder in der Freizeit. Manche auch gefertigt für die Ausstellung in den Schmuckwelten zum Jubiläum „250 Jahre Goldstadt“. Neben Schmuck gibt es Kupfer- und Silberschalen zu bestaunen und freie Formen, wie der im Fach „Räumliches Gestalten“ entstandene Urzeit-Fisch aus schwarzem Draht.

Auch moderne Technik hat in den Unterricht an der Goldschmiedeschule Einzug gehalten. So wurde ein geometrisches Element – etwa ein Quadrat – am Computer gezeichnet, am 3-D-Drucker geplottet, dann gegossen und schließlich zu einem Schmuckstück zusammengefügt – mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Michelle Weidner hat unter anderem eine Brosche geschaffen in Form des Bodensees mit einem Topas an der Stelle, wo Friedrichshafen liegt. Dorthin kehrt sie nun zurück, um in Tettnang ihre Anschlusslehre zu beginnen. Und um, wie ihre Mitschüler, die Schulbank mit dem wahren Goldschmiedeleben zu tauschen.