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21.12.2016

Spannende Weihnachten in Farjeons Krimi „Geheimnis in Weiß“

Berlin. Weihnachtszeit ist Reisezeit. So auch für die Reisenden im Zug von London nach Manchester, in dem Jefferson Farjeons Roman „Geheimnis in Weiß“ beginnt. Jeder hängt an diesem Heiligabend seinen Gedanken über das Fest nach, und erst nach einer Weile registrieren sie, dass der Zug steht.

Heiligabend, gestrandet in einem Zug, irgendwo im tief verschneiten Nirgendwo verbringen? Da muss es doch andere Möglichkeiten geben – und als ein Reisender erwähnt, dass ein paar Kilometer entfernt ein Bahnhof liegen soll, steht der Entschluss der ungleichen Gruppe, die sich in einem Abteil zusammengefunden hat, fest: Die Sechs werden versuchen, ihrem Schneegefängnis zu entkommen.

Aber schon bald müssen die Wanderer einsehen, dass sie den Naturgewalten unterlegen sind. Doch plötzlich stehen sie vor einem Haus, dessen Tür unverschlossen ist. Drinnen wartet eine Überraschung: Niemand ist zu Hause, aber im Kamin brennt ein Feuer, der Tisch ist gedeckt, und das Teewasser aufgesetzt. Langsam taucht aus dem Schneesturm ein seltsamer Mann auf und erzählt, dass im Zug ein Mann ermordet worden sein soll. Wie es sich für einen Weihnachtskrimi gehört, ist „Geheimnis in Weiß“ nicht blutig oder brutal. In manchen Hinsicht erinnert der Roman von Farjeon, der die Geschichte aus wechselnden Perspektiven der einzelnen Reisenden erzählt, an die Romane von Agatha Christie. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Krimi aus dem Jahr 1937 stammt. Eine deutsche Übersetzung ist aber erst jetzt erschienen.