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Ein Besucher steht in der Staatsgalerie in Stuttgart vor dem Gemälde „Kleine blaue Pferde“ von Franz Marc.  Weißbrod
Ein Besucher steht in der Staatsgalerie in Stuttgart vor dem Gemälde „Kleine blaue Pferde“ von Franz Marc. Weißbrod
23.10.2015

Staatsgalerie Stuttgart spürt „Poesie der Farbe“ nach

Stuttgart. Farbenfroh in den Winter: Mit populären Namen wie Max Beckmann, Otto Dix oder Franz Marc hat die Staatsgalerie Stuttgart eine neue Sonderausstellung bestückt. „Poesie der Farbe“ ist von heute bis 14. Februar 2016 zu sehen.

Stuttgart. Farbenfroh in den Winter: Mit populären Namen wie Max Beckmann, Otto Dix oder Franz Marc hat die Staatsgalerie Stuttgart eine neue Sonderausstellung bestückt. „Poesie der Farbe“ ist von heute bis 14. Februar 2016 zu sehen. Das Besondere: Die 180 Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken von 13 Künstlern stammen ausnahmslos aus dem eigenen Bestand oder sind Dauerleihgaben. „Viele Besucher werden erstaunt sein, was die Sammlung der Staatsgalerie zu bieten hat“, versprach Kuratorin Corinna Höper.

Sortiert ist die Ausstellung nach den Primärfarben Blau, Gelb und Rot und den emotionalen Kategorien Melancholie, Heiterkeit und Brutalität. Franz Marc soll mal gesagt haben: „Blau ist das männliche Prinzip, herb und geistig. Gelb das weibliche Prinzip, sanft, heiter und sinnlich. Rot die Materie, brutal und schwer.“

Die Künstlervereinigungen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammenfanden, stellten neben der Sicht auf Figur und Form auch die Farbe zur Diskussion. Die 1905 in Dresden gegründete „Brücke“ schuf expressive Farbräusche in der Malerei wie in der Grafik. In München wurde mit der Gruppe „Der Blaue Reiter“ (1911), die einen Almanach und zwei Ausstellungen organisierte, die Farbe zum Programm erklärt.

Neben Marcs bekannten Arbeiten wie „Die kleinen blauen Pferde“ aus dem Jahr 1911 fördert die Stuttgarter Ausstellung auch selten oder noch gar nicht gezeigte Werke zutage. Die Liste der Künstler liest sich wie das Who-is-Who der Kunst des 20. Jahrhunderts. Max Beckmann ist dabei, Otto Dix, Wassily Kandinsky, Paul Klee oder Emil Nolde und George Grosz. „Viele der Werke waren bereits als gefragte Leihgaben in aller Welt, sind aber noch nie in Stuttgart gezeigt worden“, sagte die Direktorin der Staatsgalerie, Christiane Lange.