nach oben
Stuttgart prüft Eckensee als Ausweichspielstätte für Opernsanierung.  dpa
Stuttgart prüft Eckensee als Ausweichspielstätte für Opernsanierung. dpa
25.08.2017

Staatsoper Stuttgart sucht Ausquartier in der Stadtmitte

Stuttgart. Für die geplante Jahrhundertsanierung der Stuttgarter Oper (Kosten: 300 Millionen Euro) ist nun doch der Standort Eckensee direkt an dem Altbau im Blickfeld als mögliche Ersatzspielstätte. Stadt und Land prüften die Lage im Oberen Schlossgarten.

Aus Sicht des Staatstheaters gilt diese Stelle als idealer Standort. Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) meinte dazu: „Diese Bewegung, die die Stadt hier zeigt, freut mich sehr. Das ist ein gutes Signal.“

Allerdings hatte die Oper wegen möglicher Proteste gegen die Eingriffe in die baumreiche Parkanlage kaum Hoffnung, dass der Eckensee jemals in Betracht gezogen werden könnte.

Zwei weitere Möglichkeiten für eine Ersatzspielstätte liegen außerhalb des Zentrums. Sie stoßen deshalb weder beim Ballett-, noch beim Opernensemble auf Begeisterung. Die Künstler befürchten, dass Theaterfreunde die weiteren Wege – ohne das Flair des Stadtzentrums – scheuen könnten.

Nach derzeitigem Planungsstand beginnt die Sanierung des Opernhauses mit seiner maroden und zu kleinen Bühne frühestens 2021, die tatsächliche Schließung wird je nach konkreter Umsetzung der Maßnahmen noch später stattfinden. Mindestens die kommenden vier Spielzeiten wird das Opernhaus weiter als Hauptspielstätte für Oper und Ballett zur Verfügung stehen.