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Uwe Dürigen
Uwe Dürigen
02.12.2015

Stabile Einnahmen trotz weniger Besucher: Stadttheater zieht eine ausgewogene Bilanz

Pforzheim. Uwe Dürigen ist zufrieden: Denn der Verwaltungsdirektor des Theaters Pforzheim sieht sein Haus auf einem sicheren Fundament stehen – und das vermittelt er auch so den Gemeinderäten im gestern Abend tagenden Kulturausschuss.

„Wir haben ein gutes Wirtschaftsergebnis erzielt“, sagt er und rechnet vor: 104 160 Euro sind in der vergangenen Saison in die Rücklage des Hauses geflossen – statt der eigentlich eingeplanten Entnahme von 225 000 Euro. Damit verfüge die Bühne am Waisenhausplatz über einen „komfortablen Rücklagebestand von 1 036 672 Euro“, der allerdings angesichts der 25 Jahre alten Immobilie und anstehender Sanierungen dringend notwenig sei. Zudem entlaste die Rücklage, die sukzessive aufgebraucht werde, den städtischen Haushalt.

Insgesamt 118 327 Menschen haben das Stadttheater und seine Spielstätten bei 400 Vorstellungen in der bis Juli dauernden Saison besucht – 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere das Podium verzeichnete ein Minus von 1321 Besuchern.

Im Aufwind dagegen die Oper mit einem Plus von sechs Prozent, wobei im Musiktheater das Musical in Pforzheim die meisten Zuschauer lockt: Mit 82 Prozent Auslastung (Oper 63 Prozent, Ballett 59,5 Prozent, Schauspiel am niedrigsten mit 54,8 Prozent) ist es der Spitzenreiter schlechthin. Und was Uwe Dürigen am meisten freut: Auch in der neuen Saison setzt sich der Trend, obwohl auf Gaststars wie Chris Murray verzichtet wird, fort: Für die hoch gelobte „West Side Story“ sind nur noch in Ausnahmefällen Karten erhältlich (siehe Kasten).