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Gemeinsam einen starken Auftritt hingelegt: die Penthouse-Jazzband mit dem TonArt-Chor.  Foto: Roller 

Starke Stimmen und spielfreudige Musiker: TonArt-Chor und Penthouse-Jazzband locken über 250 Zuhörer in den Gasometer

Pforzheim. Mal gefühl-, mal humorvoll, mal nachdenklich, mal ernst, mal schnell nach vorne treibend, mal lässig vor sich hin swingend: Wenn der TonArt-Chor und die Penthouse-Jazzband ein gemeinsames, von der „Pforzheimer Zeitung“ unterstütztes Konzert geben, dann ist Abwechslung garantiert. Dann bekommt das Publikum am Samstagabend im stimmungsvoll beleuchteten Gasometer zwei Stunden lang eine kunterbunte Mischung aus Jazz, Pop- und Rockmusik geboten.

Mehr als 250 Zuhörer sind gekommen. „Wir sind überwältigt von dem Interesse“, sagt Susanne Wagner: „Heute Morgen haben wir noch nicht damit gerechnet, dass der Saal so voll wird.“ Die Vorsitzende des TonArt-Chors freut sich, dass das gemeinsame Konzert mit der Penthouse-Jazzband zustande gekommen ist. Die Idee dazu kam spontan – im April vorigen Jahres, als ihr Chor und die Penthouse-Jazzband bei der Jubiläumsfeier des Pforzheimer Wildparks auftraten. Noch im Wildpark ging Wagner auf Bandleader Siegfried „Bibi“ Kreutz zu und erklärte ihm ihre Idee. Mehr als ein Jahr dauerte die Vorbereitung des Konzerts. Absprachen mussten getroffen, Planungen erstellt und Stücke geprobt werden.

Voll, satt und kräftig

Sowohl Chor als auch Band übten zunächst für sich. Eine gemeinsame Probe musste genügen. Klingt nicht nach viel. Aber: „Es hat alles sofort geklappt“, erzählt Peter Maisenbacher, der bei der Penthouse-Jazzband die musikalische Leitung innehat. Voll, satt und kräftig klingt es, als er und seine Musikerkollegen beim Konzert im Gasometer auf der Bühne stehen und ein Stück nach dem anderen spielen. Zusammen haben sie mehr als 300 Jahre Musikerfahrung. Die 1972 gegründete Band zeigt die ganze Bandbreite, „von Asbach uralt bis relativ neu“: Bluesiges und Swingendes gibt es genauso zu hören wie den New-Orleans-Stil und Calypso-Einflüsse.

Voller Spielfreude präsentieren die Musiker unter anderem die energiegeladene Swing-Nummer „Bei Mir Bistu Shein“, den lässig vor sich hingleitenden Jazzstandard „If I Had You“, den spritzigen Rag „That’s a Plenty“ und den von Rolf Martin selbst komponierten „Blues für Inge“. Abwechslungsreich geht es auch beim TonArt-Chor zu: Unter der Leitung von Wolfgang Klockewitz und von Oliver Taupp am Keyboard begleitet, bewegen sich die rund 30 Sänger einmal quer durch die Pop-Geschichte: vom aus den 1960er-Jahren stammenden R’n’B-Klassiker „The Dock Of The Bay“ über Janis Joplins „Mercedes Benz“ bis hin zu „Skyfall“, dem Titelsong des gleichnamigen Bond-Films.

Zum Finale stehen Chor und Band gemeinsam auf der Bühne, um den Swing-Klassiker „Tuxedo Junction“ und die Blues-Nummer „Route 66“ zu präsentieren. Wenn starke Stimmen und spielfreudige Musiker aufeinandertreffen, dann gibt es kein Halten mehr: Das Publikum klatscht mit, schnippst mit und lässt sowohl Musiker als auch Sänger erst nach einer ausgedehnten Zugabe wieder von der Bühne. Klockewitz bedankt sich: „Sie waren das beste Publikum, das wir heute Abend kriegen konnten.“