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14.10.2018

Starke musikalische Entdeckung: Neue CD des Kammerorchesters mit Solokonzerten

Pforzheim. Mit einer CD-Ersteinspielung macht das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim auf einen hierzulande wenig bekannten, aber bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts aufmerksam: Boris Papandopulo (1906-1991). Er gilt als der wichtigste und vielseitigste kroatische Komponist seiner Zeit.

Auf der CD, die jetzt beim preisgekrönten Label cpo erschienen ist, hat das Kammerorchester Solokonzerte und Orchesterlieder eingespielt. Wie in vielen seiner Konzerte für Soloinstrumente und Orchester greift Papandopulo auch bei seinem Cembalokonzert auf neoklassizistische Vorbilder zurück. In der einleitenden Toccata hat der Komponist auf individuelle und originelle Art Zwölfton-Merkmale in die musikalische Struktur verwoben, um sie mit Elementen der Barockzeit zu verschmelzen. Im Konzert für Piccoloflöte beschwört er mit musikalischen Mitteln die Natur: Stilisierter Vogelgesang und eine sonnige, idyllische Atmosphäre durchschimmern das Präludium dieses Konzertes. Die Orchesterlieder für Bariton, Harfe und Streicher mit deutschem Text sind kleine Genrebilder, in denen sich Papandopulos Musik sehr rezitativisch auf den deutschsprachigen Text konzentriert und mit neoimpressionistischen Klangfarben beeindruckt. Als Solisten wirken unter der Leitung von Chefdirigent Timo Handschuh der renommierte Cembalist Jörg Halubek, der Soloflötist der Münchner Philharmoniker Michael Martin Kofler und der kroatische Bariton Miljenko Turk mit.

Die CD ist bei den Konzerten, im Online-Shop und in der Geschäftsstelle des Orchesters zum Sonderpreis von 15 Euro erhältlich: www.swdko-pforzheim.de.