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Mal wieder ausgiebig das Tanzbein schwingen - der Bühnenball des Theaters Pforzheim bot reichlich Gelegenheit dazu. © Seibel
01.03.2015

Tanzen, zuhören, Spaß haben beim 35. Bühnenball des Theaters Pforzheim

Sehen und gesehen werden, mit dem Liebsten übers Tanzparkett gleiten und ein Programm genießen, das vielseitiger nicht sein könnte – der Bühnenball des Theaters Pforzheim ist einmal mehr zu einem großartigen, gesellschaftlichen Ereignis geworden.

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Die ausgelassene Feierlaune unter den rund 1100 Gästen reichte bis weit nach Mitternacht. Zumal das Tanz- und Showorchester „Erich Erber“ mit Rumba-, Cha-Cha-Cha- und Walzermelodien im Saal des CongressCentrums Pforzheim, aber auch die Jazzcombo um Klaus Dusek oder die Musical-Stars Femke Soetenga, Andrea M. Pagani und Benjamin Savoie mit ihrer Midnight-Lounge im Foyer für reichlich Stimmung sorgen.

Doch zunächst werden die Besucher auf eine musikalische Weltreise von Paris über Wien bis nach Bangkok mitgenommen – von Solisten, Chor und Ballett. „Wir haben eine ausgezeichnete Kulturlandschaft mit vielen Leuchttürmen, einer davon ist unser Theater“, lobt Fördervereinsvorsitzender Carsten von Zepelin die Leistungen des Drei-Sparten-Hauses.

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Zum 35. Mal hat das Theater mit dem Förderverein den zweijährig stattfindenden Bühnenball ausgerichtet. Und wohl zum letzten Mal führten Operndirektor Wolf Widder und Schauspieldirektor Murat Yeginer, die nach der Spielzeit von Intendant Thomas Münstermann abgelöst werden, gewitzt durch das Programm. Trotz Krankheitsausfälle – Generalmusikdirektor Markus Huber und zwei Opernsängerinnen lagen mit Grippe im Bett – kann sich dieses sehen und hören lassen. Die Badische Philharmonie Pforzheim zeigt sofort, dass sie gut drauf ist: Mit dem Cancan aus Offenbachs Ouvertüre „Orpheus in der Unterwelt“ reißt das Orchester unter Leitung von Tobias Leppert die Zuhörer schwungvoll in eine stimmungsvolle Nacht.

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Immer wieder treten Musiker und Sänger in hautnahen Kontakt mit dem Publikum, ob Geiger Attila Barta, der mit süßesten Tönen vor der Prominenz schmachtet, oder Bariton Aykan Aydin, der mit Sektglas „O Vaterland – Da geh ich zu Maxim“ aus Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ präsentiert. Die bezaubernde Sopranistin Franziska Tiedtke bezirzt bei ihrer Arie „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Lehárs „Giuditta“ gleich mehrere Herren (siehe unten). Publikumsliebling Lilian Huynen begeistert auf Distanz – mit ihrer träumerischen Ballade „Nur ein Blick“ aus dem Musical „Sunset Boulevard“.

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Förmlich krachen lässt es aber die Schauspieler-Band „Arschkarte“ aus der Produktion „Rock 'n' Roll. Ein Abschied“. Bei den eingängigen Hits „2060“ und „Erste Liebe“ rockt Frontfrau Christine Schaller, bis die Leute frenetisch mitklatschen. Auch das Ballett begeistert mit einfallsreichen Choreografien – genauso wie Altstar Klaus Geber, der mit dem Herrenchor im Rhythmus der „Soviet Machine“ gegen die etwas schwächelnde Akustik anläuft.

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