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Intensive Ästhetik: Stella Covi und Willer Rocha in „Eremiten“.  Foto: Ingrao 

Tanzfilm „Eremiten“ kostenfrei im Streaming

Pforzheim. Lange ersehnt, endlich zu sehen: An diesem Donnerstagabend feiert der Tanzfilm „Eremiten“ von Mirko Ingrao in Kooperation mit Tänzerinnen und Tänzern und Leitung des Ballett Theater Pforzheim seine Online-Premiere. Ab 21 Uhr läuft der knapp 40-minütige Streifen vier Wochen lang, bis 31. Juli, als kostenfreier Stream über den YouTube-Kanal des Theaters Pforzheim.

Der Film „Eremiten“ entstand auf Grundlage des zeitgenössischen Tanzstücks „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ von Guido Markowitz. Er überträgt in traumhaften, teils surrealen, teils poetischen Bildern und Szenen Themen, Erzählstränge und Charaktere aus der „Brahms“-Choreografie und dem Live-Erlebnis Tanz in die experimentelle Sprache des Kunstfilms.

Das Drehbuch von „Eremiten“ verfasste Mirko Ingrao auf der Grundlage von Gesprächen, Gedichten und kurzen Essays der Tänzerinnen und Tänzer, die an dem intensiven Kreationsprozess des „Brahms“-Balletts beteiligt waren. Inhaltlicher Ausgangspunkt war ihr inneres Erleben des Tanzstücks sowie der seelisch-emotionale Kern, um das es kreiste: um Glaube, Liebe und Hoffnung. Gedreht wurde im urbanen Raum von Pforzheim, im Schwarzwald, im Reuchlinhaus sowie in der Wüste bei Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

„Der Film verschiebt nicht nur die Grenzen dessen, was Tanz ist, in eine völlig eigene Ästhetik,“ so Tanzdramaturgin Alexandra Karabelas.

Ingrao tanzte und filmte von 2020 bis 2022 beim Ballett Theater Pforzheim. Er ist Absolvent der New Academy of Fine Arts in Mailand. Wie schon der Film „Being Human“ ist „Eremiten“ ein Projekt des „Digital Dance Lab“ des Balletts, gefördert aus Mitteln des Landes-Kunstministeriums sowie von „tanz:digital“ des Dachverbands Tanz Deutschland.