nach oben
Gutgelaunte Premierengäste: Schon vor der Vorstellung ist das Theaterfoyer der Treffpunkt für viele Besucher aus Pforzheim und der Region. Foto: Meyer
Im Reich von Sarastro (Lukas Schmid) geht es in der Inszenierung von Thomas Münstermann und dem Bühnenbild von Thomas Mogendorf geordnet zu. Foto: Haymann
PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer (rechts) und Partnerin Brigitte Köberle sind ebenso bei der Saisoneröffnung dabei wie Michael und Conny Geiger. Foto: Meyer
Markus Huber begrüßt die Gäste in Vertretung des erkrankten Intendanten. Foto: Meyer
16.09.2017

Theatersaison 2017/18 festlich mit Mozarts „Zauberflöte“ eröffnet

Pforzheim. Er hat „Die Zauberflöte“ genau gelesen: Pforzheims Intendant Thomas Münstermann, der die Inszenierung der Mozart-Oper übernommen hat. Besonders die Passagen und Dialoge des Librettos, die „meistens gestrichen werden“, sagt er. Am Freitagabend hat seine Sichtweise der beliebten Oper zur Saisoneröffnung Premiere. Und wird vom Publikum mit viel Beifall gefeiert.

Die Zauberflöte feiert Premiere im Theater Pforzheim

Bildergalerie: Saisoneröffnung Stadttheater

Bildergalerie: Oper "Die Zauberflöte" feiert Premiere am Theater Pforzheim

Allerdings ohne den erkrankten Chef des Hauses. Und so übernimmt Generalmusikdirektor Markus Huber, der an diesem Abend auch am Pult steht, die Begrüßung der Premierengäste im ausverkauften Haus. Darunter – so kurz vor der Wahl – natürlich auch zahlreiche Vertreter der politischen Parteien, die ihre Verbundenheit zum Pforzheimer Theater unter Beweis stellten. Trotz über drei Stunden Länge erlebt das erwartungsfrohe Publikum eine bezaubernde und kurzweilige „Zauberflöte“. In seiner Inszenierung führt Thomas Münstermann den Gedanken weiter, die Menschen der Region auf die Bühne am Waisenhausplatz zu bringen. Wie schon bei „Nabucco“ gibt es wieder einen Bürgerchor – nur, dass der dieses Mal aus Schülern besteht. Denn den Kinderchor des Stadttheaters unterstützen junge Sänger und Sängerinnen des Pforzheimer Hebel-Gymnasiums.

Schön singen sie und bilden einen perfekten Rahmen für die Inszenierung und die Profis. Eindrucksvolle Solisten sind an diesem Abend zu erleben, viele zum ersten Mal: Natasha Sallès als Königin der Nacht, Lukas Schmid als als Sarastro, Stamatia Gerothanasi als Pamina, Dennis Marr als Tamino, Elisandra Melián als Papagena, Paul Jadach als Papageno und Philipp Werner als Monostatos. Doch auch für das Auge wird jede Menge geboten: Thomas Mogendorf hat ein zweigeteiltes Bühnenbild geschaffen: einerseits die malerische Welt der Fantasie samt Sternenhimmel, andererseits die kühle, gradlinige Welt Sarastros und seiner Bruderschaft. Das Premierenpublikum jedenfalls genießt diese Fantasiereise und bedankt sich mit donnerndem Applaus.