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15.01.2016

Tolle Vorstellung: Johannes Warth kommt in Remchinger Kulturhalle gut an

Remchingen. Er selbst bezeichnet sich als „bekanntester Noname“ Deutschlands – dabei wird der Name von Johannes Warth den Zuschauern der Remchinger Kulturhalle ebenso lange im Kopf bleiben wie die „Acht Samen der Achtsamkeit“, die der Ermutiger und Überlebensberater am Mittwochabend in überraschend erfrischender und eingänglicher Weise sät.

„Oft bin ich auf der A 8 vorbeigefahren, jetzt bin ich endlich da“, begrüßt der Oberschwabe und tritt einen Schritt näher an die fast 400 Gäste. Den Applaus hat er ebenso sicher wie ununterbrochene Lacher. 

Schon der erste Same aus seiner ledernen Aktentasche macht Mut: der Ein-Same. „Einsame Spitze waren wir bereits bei unserer Zeugung. Vom ersten Moment an können wir zumindest einmal behaupten: Ich war der schnellste unter wahnsinnig vielen.“ 

Der Zwei-Same hat es ebenso in sich wie der Try-(Ausprobier)-Same. Und wie Warths zusammengebasteltes oberschwäbisches Schlagzeug. Von vorne ein einfacher Karton, über den schon der Bühnenmanager von Bryan Adams gelacht habe.

Kaum hat er den rhythmischen Taktgeber in Fahrt gebracht, bringt Warth das Publikum dann einmal mehr zum Staunen: „Oft schauen wir nur auf Kleinigkeiten und erkennen dabei nicht die Chance dahinter.“ So auch, als der Mitt-Fünfziger erst drei, dann fünf Jonglierbälle munter durch die Luft wirbelt: „Wer sagt, dass Jonglieren erst bei drei Bällen losgeht oder dass man nicht auch mit einer Taste Klavier spielen kann? Nur Sie selbst!“  

Chancen nutzen könne man im Moment für das, „was wir verpasst haben“, ermutigt Warth und denkt an die Flüchtlinge. Größte Chance und Herausforderung zugleich. Kaum hört er von der Initiative von Andreas Beier, den Eintritt für alle interessierten Ehrenamtlichen des Remchinger Netzwerks Asyl zu sponsern, steigt er mit ein. Nicht nur den Ermutiger hat Beiers Team in die Kulturhalle gebracht, sondern auch jede Menge Häppchen und Fleisch- käsweck: „Mir ist es wichtig, dass die Menschen nicht nur gut ernährt sind, sondern auch Lebensqualität bekommen.“