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Constantine Allen und Agnes Su im umjubelten Ballett „Lucid Dream“. Foto: pm
Constantine Allen und Agnes Su im umjubelten Ballett „Lucid Dream“. Foto: pm
02.02.2016

Tosender Applaus für den Choreografen Marco Goecke

Stuttgart. Der zum „Choreografen des Jahres“ gekürte Marco Goecke hat bei seinen Fans mit der Uraufführung „Lucid Dream“ (Wachtraum) am Stuttgarter Ballett für Begeisterung gesorgt. Seine Gruppe aus Männern mit nackten Oberkörpern ließ vor allem die Arme mit insektenhaften Bewegungen tanzen – zum Adagio aus Gustav Mahlers unvollendeter Zehnter Sinfonie.

Wie in einem schnell abgespulten Trickfilm zeigte Goecke Körperkunst – im Scheinwerferlicht die strahlende Haut tanzender Oberkörper und die fast im Dunkeln verschwindenden schwarz bekleideten Beine. Die Reaktion des Publikums auf die neue 20-Minuten-Sequenz: Bravo-Rufe und tosender Applaus. Eingerahmt war die Premiere von der Erstaufführung von William Forsythes „The Second Detail“ (Das zweite Detail) und der Wiederaufnahme der Arbeit „Siebte Sinfonie“ zur Musik von Ludwig van Beethoven von Uwe Scholz.

Den Ballettabend „Forsythe/Goecke/Scholz“ schenkte sich Stuttgarts Intendant Reid Anderson zum 20-jährigen Dienstjubiläum. Der Kanadier vereinte die Choreografen, die ihm viel bedeuteten.