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04.01.2017

Trauer um Kritiker John Berger

London/Paris. Der britische Schriftsteller und Kunstkritiker John Berger ist tot. Er sei wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag in Paris gestorben, wie der Carl-Hanser-Verlag mitteilte.

Bergers Roman „G“ wurde als Kultbuch der 1970er-Jahre gefeiert und galt als Werk für die Befreiung von Rollenzwängen. Als er dafür 1972 den Man-Booker-Preis – die wichtigste britische Literatur-Auszeichnung – bekam, löste er einen Eklat aus: Der Autor stiftete die Hälfte des Geldes der revolutionären afroamerikanischen Black-Panther-Bewegung in den USA. Berger wurde am 5. November 1926 in Hackney geboren. Seine Karriere begann er als Kunstkritiker. In Großbritannien wurde Berger vor allem durch die BBC-Fernsehserie „Sehen. Das Bild der Welt in der Bilderwelt“ bekannt.