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Oleg Popow (rechts) übergibt Fritz Falk – dem ehemaligen Leiter des Schmuckmuseums – im Jahr 2009 seine Mütze. Foto: Ketterl
Oleg Popow (rechts) übergibt Fritz Falk – dem ehemaligen Leiter des Schmuckmuseums – im Jahr 2009 seine Mütze. Foto: Ketterl
04.11.2016

Trauer um Oleg Popow: Der bekannte Clown ist gestorben – in Pforzheim lagert eine seiner Mützen

Moskau. Er begeisterte Millionen und war einer der bekanntesten Zirkusartisten: Oleg Popow. Der 86-Jährige starb am Mittwochabend während einer Tournee im südrussischen Rostow am Don, wie russischen Agenturen berichteten. Wie es hieß, war Popow am Abend vor dem Fernseher friedlich eingeschlafen.

Oleg Konstantinowitsch Popow galt als einer der letzten Großen unter den Zirkusartisten. Er verkörperte in der Manege die Figur des „Iwanuschka“, einem Pendant zum deutschen Hans im Glück. Sein Kostüm war weltbekannt: Eine karierte Mütze mit einer blonden Perücke – siehe Kasten –, dazu eine schwarze Samtjacke und eine rote Fliege.

Popow studierte an der Staatsschule für Zirkuskunst in Moskau, nachdem er eine Lehre zum Schlosser abgebrochen hatte. Anfang der 1950er-Jahre tingelte er durch die Provinz, ehe er 1955 zum Moskauer Staatszirkus kam. Dort schaffte er es als Hauptclown schnell bei den Auslandstourneen zu internationalem Ruhm.

Zu seinen schönsten Ehrungen gehört der Goldene Clown, den Oscar der Zirkuswelt erhielt er 1981 in Monte Carlo. In seiner Heimat war er schon 1969 mit dem Titel „Volkskünstler der Sowjetunion“ geehrt worden.

Seit 1991 lebte Popow im fränkischen Egloffstein, reiste aber immer wieder zu Gastauftritten in seine russische Heimat. Auch im hohen Alter zog es ihn noch in die Manege.