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Udo Lindenberg war im Studio.  Acke
Udo Lindenberg war im Studio. Acke
25.02.2016

Udo Lindenbergs neue Single „Durch die schweren Zeiten“ erscheint

Hamburg. Diese Abstinenz hat Udo Lindenberg acht Jahre lang durchgehalten: 2008 feierte der Rockstar mit „Stark wie Zwei“ sein Erfolgscomeback, landete den ersten Nummer-Eins-Hit seiner jahrzehntelangen Karriere, tourte durch die großen Hallen, brachte ein eigenes Musical in Berlin auf die Bühne und große Rockrevuen in Stadien – neuen Stoff aus dem Studio aber lieferte der Musiker kaum. Auf dem „Rock-Olymp“ sei die Zeit knapp geworden, sagt Lindenberg. Doch just bevor der Panikrocker im Mai 70 Jahre alt wird – und damit ein Alter erreicht, das locker 20 Jahre über dem früher von ihm überhaupt erwarteten liegt, wie er sagt – will er es krachen lassen.

Sein neues Album „Stärker als die Zeit“ erscheint im April, das erste Lied daraus – die Single „Durch die schweren Zeiten“ – bereits am Freitag.

Irgendwann habe er gemerkt: „Okay, ich bin jetzt ready für ’ne neue Platte.“ Themen und Ideen für neue Songs habe er gesucht – „investigativ wie ein ordentlicher Detektiv“. In Hamburg, wo Lindenberg Dauerbewohner des Hotels „Atlantic“ ist, in Berlin, seinem zweiten Zuhause, und auf Reisen, zumeist nach Los Angeles, sei er fündig geworden. Zusammengearbeitet habe er mit anderen Musikern, darunter häufiger die Söhne ehemaliger Kollegen.

„Durch die schweren Zeiten“ etwa entstand unter anderem gemeinsam mit dem Sohn von Liedermacher Rolf Zuckowski, Alexander. Einen „sehr persönlichen Song“ und einen „Kumpel“ nennt Lindenberg die erste Auskopplung. „Es geht um Freundschaft – für mich das höchste Gut. Darum, dass dir jemand zuverlässig zur Seite steht, auch wenn die Zeiten mal schwieriger werden, es rutschig wird.“ Solche Zeiten seien ihm ja bestens vertraut, „wenn ich unterm Kneipentisch schwer umnachtet meine Texte auf Bierdeckel gekritzelt habe, nur noch den Highligen Geist an meiner Seite“.

Über die weiteren Titel auf seiner neuen Platte, die teils in den legendären Abbey Road Studios in London aufgenommen wurde, will er nicht viel erzählen. „Wir sind auf den letzten Metern der Fertigstellung.“ Das große Thema des Albums sei auch wirklich groß: War „Stark wie Zwei“ dem Überleben gewidmet, soll es diesmal um nicht weniger als die „Unsterblichkeit“ gehen. Dass er am 17. Mai 70 wird und trotz einst „diverser Wirkstoffe und dem ganzen Whisky-Gegurgel“ immer noch auftritt, ist für ihn ein „medizinisch-biologisches Wunder“.