760_0900_131675_Tenor_Santiago_Burgi_03.jpg
Fühlt sich bestens in Pforzheim aufgenommen: der argentinische Tenor Santiago Burgi.  Foto: Moritz 

Voll ansteckender Lebensfreude: Tenor blickt positiv auf Zeit in Pforzheim

Pforzheim. Es war eine lange Reise. Sie führte von Argentinien über die Niederlande nach Süddeutschland – genauer: nach Pforzheim. Jetzt, ist sich Santiago Burgi sicher, ist er angekommen. Am Ufer der Enz direkt hinterm Theater, nimmt er einen Schluck Cola, lehnt sich entspannt zurück und schaut strahlend auf das lebhafte Treiben an der Theaterpforte, wo gerade viele kleine rosa Tütü-berockte Ballettelevinnen nach ihrem Unterricht die Treppe hinunterhopsen. Am Freitag singt er zur Spielzeiteröffnung den Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ – die freudige Erwartung springt einem regelrecht entgegen. Keine Nervosität, keine Ambivalenz – der Mann steht mit klarem Kopf und beiden Beinen fest im Hier und Jetzt: eine Symbiose aus spielerisch leichtem Optimismus und mitreißender Lebensfreude und trotzdem immer haarscharf an der Wirklichkeit. „Ich bin glücklich“, sagt er und zieht einen mitten hinein in den Sog seines Glücks.

Irgendwann ist Santiago Burgi das Vertrauen in seine Heimat abhandengekommen. Die künstlerische Zukunft als Tenor war nicht nur unsicher – Scheitern musste man

Der Artikel interessiert Sie?

Jetzt weiterlesen mit einem Zugangspass oder einem PZ-news-Abo!

Sie sind bereits Abonnent oder haben einen Monatspass?