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Hoch her geht es in der Klasse von Professor Crey (Aki Tougiannidis, Mitte), wenn Johannes Pfeiffer (Lars Fabian, oben rechts) mit von der Partie ist. Foto: Haymann
23.02.2018

Voller schräger Charaktere: „Die Feuerzangenbowle“ hat im Theater Pforzheim Premiere

Pforzheim. Obwohl das Rezept für Feuerzangenbowle schon sehr alt ist, avancierte die heiße Rotweinmischung erst im Jahre 1944 zum Kultgetränk – dank des gleichnamigen Films mit Heinz Rühmann in der Rolle des jungen Schriftstellers Dr. Johannes Pfeiffer – dem mit den „drei f“.

Heiß geht es her, wenn die Gruppe Herren höheren Alters sich trifft, um beim Genuss von Feuerzangenbowle beschwipst Schulerinnerungen aufzuwärmen. Pfeiffer kann da nicht so ganz mithalten, schließlich fristete er sein Pennälerdasein in privater Erziehung. So ist es an der Zeit, Verpasstes nachzuspielen. Gesagt, getan: Als „Schöler“ von Professor Crey ist er kreativ an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, sich freche Streiche auszudenken. Die Kultkomödie, die auf dem Roman von Heinrich Spoerl basiert, hat heute im Theater Premiere.

Der Stuttgarter Regisseur und Schauspieler Martin König stellt sich mit dieser Regiearbeit erstmals in Pforzheim vor. „Wer möchte nicht mal aus dem alltäglichen Allerlei ausbrechen? Verpflichtungen hinter sich lassen und ohne Risiko eine kurze Zeit ein anderer sein?“, sagt er. Für ihn ist neben dem Reiz der geborgten Identität das Stück eine Hommage an die Freundschaft. „Der ‚Schöler‘ Pfeiffer schmiedet Freundschaften zwischen sich und den Mitschülern – Außenseiter werden selbstverständlich integriert und angenommen.“ Zudem sei die Schule, die Hans Pfeiffer für einige Wochen besuchen darf, gespickt mit wunderbar schrägen Charakteren.