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Facettenreiche Klangmixturen spielt das Mannheim Brass Quintett. Foto: Fotomoment
Facettenreiche Klangmixturen spielt das Mannheim Brass Quintett. Foto: Fotomoment
28.07.2015

Von Bach bis Bernstein: Mannheim Brass Quintett beim „Musikalischen Sommer“

Mühlacker-Lienzingen. Virtuosität und Einfühlungsvermögen sind bestimmt von der Freude an unterschiedlichsten Musik-Genres: Das Konzert des Mannheim Brass Quintett beim „Musikalischen Sommer“ mit Klaus Bräker (Trompeten), Wolfram Lauel (Trompeten), Reimer Kühn (Horn), Matthias Gromer (Posaune) und Stefan Heimann (Tuba) offeriert sowohl festliche als auch sommerleichte Musik und eine klangliche Vielfalt, die das Publikum in der gut besuchten Frauenkirche begeistert.

Barockes Fest-Gepräge eröffnet die Matinee: Telemanns Sonate für Trompete und Brass Quintett erfreut mit einem strahlend klaren „Spirituoso“, dem das „Largo“ in dunklen Blechbläserfarben und ein lebhaftes „Vivace“ mit schönen Echo-Passagen folgen. Die für das Bläser-Quintett arrangierte Suite zu Bachs Oster-Oratorium leuchtet mit hoher Bach-Trompete („Sinfonia“), lässt das Horn in durchdringenden Haltetönen trauern („Adagio“) und steigert sich zu lebhaftem Schritt-Tempo im letzten Satz. Schrill und laut präsentiert sich anschließend die Komposition des 1937 geborenen Amerikaners Jan Bach. Seine Suite „Rounds and Dances“ mündet im „Galop“ in eine wilde Hetzjagd.

Nach der Pause gibt es eine Sinfonia mit Motiven aus Verdis „I Vespri Siciliana“, ein opernhaft changierendes Tableau. Zwei farbintensive Tangos von Astor Piazolla („Café“ und „Nightclub“) mischen das Programm rhythmisch auf. Zum Abschluss schwelgt Bernsteins „Divertimento“ im Facettenreichtum der Brass-Klangmixturen.