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„Die schwäbische Metamorphose“ heißt das Bild, mit dem Roger Roitenstern in der Landesausstellung „Die Schwaben“ in Stuttgart vertreten ist. Foto: Privat
„Die schwäbische Metamorphose“ heißt das Bild, mit dem Roger Roitenstern in der Landesausstellung „Die Schwaben“ in Stuttgart vertreten ist. Foto: Privat
09.11.2016

Von der Brezel inspiriert: Roger Roitenstern aus Wiernsheim stellt Bilder aus

Wiernsheim. Am Anfang war die Brezel. Zumindest beim Wiernsheimer Künstler Roger Roitenstern. Seit mehr als 15 Jahren wohnt der gebürtige Franzose in Wiernsheim. Bekannt ist seine goldene Brezel-Statue auf dem örtlichen Marktplatz. Hinter dem Kunstwerk steht ein charmanter heute 78-Jähriger, der Gitarrenunterricht erteilt und schon seit Jahren als Illustrator von sich reden macht. Und zwar über und mit der Brezel, jenem schwäbischen Laugengebäck, das kaum einer ausschlagen kann. 27 Ordner füllen in seiner Wohnung in den Herrschaftsgärten seine Kunstideen.

Und seit Wochen stellt er schon seine Brezelwerke im Brotmuseum in Erdmannshausen bei Marbach aus. Noch bis 23. April wird sein Bild „Die schwäbische Metamorphose“ im Landesmuseum Württemberg im alten Schloss in Stuttgart hängen bei der großen Landesausstellung, „Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke“. „Ich bin überrascht, wie mich das Bild weitergetragen hat“, sagt Roitenstern, der 1938 in der Normandie in Frankreich geboren wurde. Denn er bekam für die Teilnahme an der Landesausstellung einen Anruf des Stuttgarter Kurators Frank Lang. Roitenstern berichtet über seine erste Begegnung mit der Brezel in den 1980er- Jahren. „Ich war in Stuttgart und sah den großen Stern von Mercedes, und nebenan war eine Brezelbude“, erklärt er. Sofort entwickelten sich bei diesem Anblick in seinem Kopf zahlreiche Assoziationen zwischen Stern und Brezel. Und seine Visionen zu den Brezeln halten bis heute an.