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Kein Tag ohne Geigenspiel: Wildbads Musikdirektor Marcel Baluta.  Foto: Meyer 

Weihnachten und Jahreswechsel: Seit 38 Jahren zum ersten Mal ohne Baluta-Ensemble

Bad Wildbad. Eigentlich müsste Marcel Baluta traurig sein. So perfekt war alles vorbereitet: für die vier traditionsreichen Konzerte seines Ensembles an Weihnachten und Silvester mit bekannten Solistinnen, wie den Sängerinnen Franziska Tiedtke und Cristina Bravo. Eigentlich hätten dies die letzten Konzerte des langjährigen Bad Wildbader Musikdirektors sein sollen. Doch es kam anders: Mit einem Vertrag, der sich verlängerte und einer Bürgerinitiative, die ihm den Rücken stärkte.

Und so spielt der Geiger und Dirigent weiter – eigentlich sechs Mal pro Woche plus Sonderkonzerte. Doch natürlich trafen ihn und seine Frau Ewa, die Geigerin Mihaela Stoian und die Pianistin Natalie Dovbysch der Shutdown im Frühjahr und das Konzert-Aus seit November.

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Außerdem muss Baluta in diesem Jahr mit einer liebgewordenen Gewohnheit brechen, denn seit 38 Jahren steht er über die Feiertage auf der Bühne. Zumindest im Video meldet er sich bei seinen treuen Fans, hat verschiedene Konzerte dieses Jahres zusammengefasst.

Will er die geplanten Konzerte nachholen? Das ist ihm zu ungewiss. Vorausplanen für die Zeit nach dem 10. Januar fällt ihm schwer. Deshalb tut er das, was er am besten kann: Geige spielen. Täglich wird vormittags und nachmittags geübt, „das ist wie bei Sportlern, man muss fit bleiben“, sagt der 68-Jährige. Und vorausschauen – auf ein hoffentlich musikreiches Abschiedsjahr.

Das Video gibt es unter www.kurorchester-badwildbad.de

Sandra Pfäfflin

Sandra Pfäfflin

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