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Bücher, Skulpturen, Bilder: so vielfältig ist das Schaffen von Axel Hertenstein. Foto: Seibel
Bücher, Skulpturen, Bilder: so vielfältig ist das Schaffen von Axel Hertenstein. Foto: Seibel
Landschaften, Stillleben, skurrile Tiere: Axel Hertenstein lädt zur Weihnachtsausstellung ins Atelier an der Vogesenallee. Foto: Seibel
Landschaften, Stillleben, skurrile Tiere: Axel Hertenstein lädt zur Weihnachtsausstellung ins Atelier an der Vogesenallee. Foto: Seibel
Die beliebten Fabelwesen des Künstlers.  Foto: Seibel
Die beliebten Fabelwesen des Künstlers. Foto: Seibel
07.12.2016

Weihnachtsausstellung von Axel Hertenstein zum letzen Mal in alter Villa

Nein, die Wehmut in der Stimme lässt sich nicht so ganz verbergen, auch wenn Axel Hertenstein ein Mensch ist, der positiv in die Zukunft blickt: Nach 35 Jahren findet zum letzten Mal seine Weihnachtsausstellung in der Villa an der Vogesenallee statt. Das Haus seiner Mutter, die vor Kurzem im Alter von 100 Jahren starb, wird künftig anderweitig genutzt. Und der Pforzheimer Künstler, Grafiker und Buchdrucker muss sich für Atelier, Werkstatt und Ausstellungen neue Räume suchen. Doch glücklicherweise ist er an der Wagnerstraße fündig geworden, wo der Sammler Gerhart Odenwald künftig seine ehemaligen Firmenräume der Kunst öffnet.

Doch der Abschied aus gewohnter Umgebung ist für Hertenstein auch Anlass, auf viele Jahre seines Schaffens zurückzublicken. „Ich will aufzeigen, welche Themen und welche Techniken mich in den vergangenen Jahrzehnten beschäftig haben“, sagt er.

Da sind dann zum einen die Landschaftsbilder, manchmal auch Seestücke, mal mit zarten Blau-Grau-Tönen, mal ganz kraftvolle Gemälde von Hügellandschaften in glühendem Abendrot. Oder die Stillleben – mit vegetabilen Formen, ganz frei, ganz bewegt, ganz präsent. Und natürlich seine skurrilen Tiere. Wie groß die Meisterschaft des 79-Jährigen ist, lässt sich besonders eindrucksvoll an den 40 mal 40 Zentimeter großen Blättern in Schwarz-Weiß ablesen: Da lässt er mit schnellem, absolut sicherem Strich diese Fabelwesen erstehen, die dem Betrachter ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Und dann gibt es da noch ganz neue Arbeiten, aus diesem Jahr, die mit fein abgestimmten Farbtönen ganz nahe an der Abstraktion sind.

Axel Hertenstein arbeitet stets in Werkgruppen und stets mit der Walze. Auch das macht seine Bilder so unverwechselbar und bei Sammlern in ganz Deutschland begehrt. Doch auch Pastelle sind bei dieser 36. Weihnachtsausstellung vertreten. Und Druckfarben-Bilder, die er mit Ölkreide strukturiert. Wie häufig er immer noch an der Handpresse steht, das zeigt sein umfangreiches grafisches Schaffen und die schöne Auswahl an bibliophilen Büchern. Einfach sehen- und staunenswert.