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Elena Shutova bezieht sich mit ihrem Werk auf das Thema „Neorealismus“. „Das Wort ist mir durch den Kopf geschossen“, sagt die 20-Jährige. Seibel
02.12.2016

Weihnachtsgalerie: Schüler der Goldschmiedeschule zeigen, was sie können

Das Schmuckjubiläum im kommenden Jahr wirft seine Schatten voraus. Mit ihrer diesjährigen Weihnachtsgalerie blickt die Goldschmiedeschule schon jetzt ins Jubiläumsjahr – und zurück in die Geschichte.

Bildergalerie: Weihnachtsgalerie der Goldschmiedeschule

Unter dem Titel „Als gestern morgen war“ zeigen die verschiedenen Klassen ab heute die Schmuckstücke, an denen sie in diesem Jahr gearbeitet haben. „Unser diesjähriges Thema ist die Vergangenheit“, sagt die Lehrerin Iris Bodemer, die eine Klasse im zweiten Jahr der Ausbildung betreut. Die Schüler haben sich von vergangenen Epochen inspirieren lassen.

Neben der Kreativität steht auch der handwerkliche Aspekt im Vordergrund. Bodemers Klasse hat sich in diesem Jahr mit Gussverfahren auseinandergesetzt und Schmuckstücke entworfen, die den Kopf zieren. Viele Ketten sind dabei. Laura Göring aber hat sich für ein Stirnband entschieden, aus dessen Frontplatte sich eine Schlange windet. „Ich interessiere mich für den Jugendstilkünstler Alfons Mucha“, sagt die 21-Jährige „Deswegen lehne ich mich an die Formen dieses Stils an.“ Bergkristall hat sie am Hinterkopf verarbeitet – und auch eine Erklärung für die Schlange parat. „Die verkörpert den Kapitalismus, der sich in die Körper der Menschen frisst.“

Einer anderen Interpretation des Themas folgt Nadine Szajdak. „Ich hab an Zeit gedacht und dann an die Form von Uhren.“ Übersetzt hat sie ihre Ideen in eine Kette, die aus lauter Rundungen zusammengesetzt ist. Und woraus besteht ihr Werk? „Ich habe mich für Silber entschieden“, sagt die 18-Jährige, die das Material im Wert von rund 100 Euro aus eigener Tasche bezahlt hat.

Chiara Helfer (19) hat die Inspiration für ihre Werke im Bereich der Mode gefunden. Da sind kleine Figuren, die Frauensilhouetten zeigen – eine mit bauschigem Rock der Barockzeit, die andere mit schwingender Hüfte der 1960er-Jahre. „Mich interessiert auch Kleidermode“, sagt sie, „Schmuck muss ja nicht immer nur für sich stehen.“