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07.01.2009

Wien kommt nach Pforzheim: Die wichtigen Ausstellungen im neuen Jahr

PFORZHEIM. Für die aufwendigste und kostbarste Ausstellung des Jahres 2009 sorgt das Schmuckmuseum Pforzheim: Mit „Glanzstücke – Schmuck der Wiener Werkstätte“ gehen die Pforzheimer eine Kooperation mit dem Wien Museum und der Neuen Galerie New York ein. Doch auch die anderen Kultureinrichtungen der Goldstadt haben ein sehenswertes Programm zusammengestellt.

Schmuckmuseum: Die Spitzenstücke der Wiener Werkstätte aus der Zeit von 1903 bis 1920 sind von 14. März bis 5. Juli im Reuchlinhaus zu sehen. Die modernen Pretiosen von Josef Hoffmann, Koloman Moser oder Carl Otto Czeschka waren für eine aufgeschlossene, finanzkräftige Klientel geschaffen. Zeitgenössischer Schmuck ist von 4. Juli bis 18. Oktober in der Ausstellung „David Watkins – eine Retrospektive“ zu sehen, die dem bekannten britischen Jazzpianist, Bildhauer und Schmuckkünstler gewidmet ist. Das Programm wird abgerundet durch eine ethnografische Ausstellung mit Perlarbeiten aus Kamerun (14. November bis 7. Februar 2010) aus einer süddeutschen Privatsammlung.

Pforzheimer Galerie: Dem eng mit Pforzheim verbundenen Maler Adolf Buchleiter (1929–2000) widmet die Galerie im Kollmar & Jourdan-Haus vom 1. Februar bis 19. April eine Ausstellung. Gleichzeitig wird auch die Neuordnung der Sammlung unter dem Titel Neue Ansichten 3 – Menschenbilder“ präsentiert. Eine sicher spannende Gegenüberstellung von Arbeiten des renommierten Künstlers Horst Antes und des Pforzheimer Bildhauers René Dantes wird es von 3. Mai bis 30. August geben. Und auch die Ausstellung „Schätze aus Privatbesitz – Teil 2“ (13. September – 15. November) dürfte für Aufsehen sorgen.

Museumsareal Brötzingen: Die im Stadtmuseum geplante Ausstellung „Jüdisches Leben in Pforzheim“ kann nicht stattfinden. Stattdessen wird wohl die im Alten Schulhaus vorgesehene Ausstellung mit Werken der in Pforzheim geborenen Malerin Melitta Schnarrenberger (1909–1996) in die Räume des Pfarrhauses verlegt, das anschließend umgebaut wird.

Kunstverein: Mit zwei ungewöhnlichen Projekten wartet der Kunstverein im Reuchlinhaus auf. Mit Thomas Heger und Michael Jäger, beides Stipendiaten der Rainer-Bartels-Stiftung in Basel, zeigt der Verein von 8. Februar bis 15. März die Verzahnung und Überlappung von unterschiedlichen Bildwelten zwischen Flächigkeit, Gegenständlichkeit und Räumlichkeit. Patrizia Karda zeigt unter dem Titel Method of the Madness“ von 29. März bis 17. Mai eine speziell für die große Ausstellungshalle geschaffene Installation, die die Vorstellung luxuriöser Gemächer wie etwa auf Schloss Versaille mit der Pforzheimer Lehmbruck-Architektur in ein Spannungsfeld set zt.

Galerie Brötzinger Art: Bereits am 16. Januar öffnet in der Brunnenstraße die Ausstellung „Figurez-vous“ mit Zeichnung, Malerei und Fotografie von Tanja Kling, Ágnes Lörincz und Birgit Zinth (bis 15. Februar). Malerei und Künstlerbücher zeigt von 6. März bis 5. April Ulrich Klieber unter dem Titel „Murnau – das siebte Jahr“, ehe von 19. Juni bis 19. Juli die Klangobjekte von Gabriele Schweizer zu sehen sind.