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Mit Signieren gut beschäftigt: Laura Kneidl und Bianca Iosivoni (links). Foto: Eickhoff
Mit Signieren gut beschäftigt: Laura Kneidl und Bianca Iosivoni (links). Foto: Eickhoff
15.02.2019

Wohlfühlbücher mit Botschaft: Kneidl und Iosivoni stellen Romane bei Thalia vor

Pforzheim. Es sind New-Adult-Reihen die in den letzten Jahren die größtenteils weibliche Fangemeinschaft in ein unbändiges Lesefieber stürzen ließen . Im Mittelpunkt stehen Protagonisten zwischen 17 und 26 Jahren, sie sind im Studium, in der Ausbildung, erleben eine Selbstfindung, Partys sowie Liebe und Erotik. So auch die tragenden Rollen in „Someone New“ von Laura Kneidl und „Der letzte erste Song“ von Bianca Iosivoni.

Die beiden Autorinnen stellen ihre neuen Romane in der Buchhandlung Thalia am Donnerstagabend zahlreichen begeisterten Leserinnen vor.

Auch das Ende Januar erschienene Buch von Bestseller-Autorin Laura Kneidl („Berühre mich. Nicht“) schickt die Leserinnen wieder auf große Gefühlsachterbahnen. Micah, eine verwöhnte junge Frau aus reichem Elternhaus fasst den Entschluss, von zu Hause auszuziehen. Aufgrund mangelnder Berufserfahrung schließt sie mit ihren Eltern ein Abkommen. Diese bezahlen ihr eine Wohnung, wenn sie sich regelmäßig auf bedeutenden Events sehen lässt. Dort trifft sie auf einen Kellner, der sich als Julian vorstellt. „Kein Titel, kein Zweitname, kein Nachname um sich zu profilieren und um mich wissen zu lassen, wie viel Geld seine Familie besaß“, denkt Micah. Als sie sich später durch Zufall wieder treffen, erfährt sie, dass er ein Geheimnis hat, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte.

Keinen einfachen Start haben auch Grace und Mason in Iosivonis vierten und letzten Band der „Firsts“-Reihe. Eines Nachts sucht Grace Mason in seinem Collegezimmer auf und bittet ihn um gemeinsame Trainingsstunden, damit beginnt eine innige Beziehung, die durch ihre gemeinsamen Songs noch verstärkt wird.

Nicht der Abschied von der Reihe an sich sei schwierig gewesen, schildert Iosivoni, eher Nachwort und Danksagung hätten für einen bittersüßen Beigeschmack gesorgt. „Der Epilog spielt einige Jahre später, darin erfährt der Leser, wie es für die Charaktere weiter geht. Das zu schreiben war echt hart“, gesteht die Autorin. „Die Danksagung habe ich eine Stunde vor Abgabe geschrieben, weil ich nicht Abschied nehmen wollte.“

Nicht zu viel verraten

Im Gegensatz zu ihrer Kollegin kann sich Laura Kneidl auf ein Weidersehen mit ihren Charakteren freuen. Zuerst als Einzelband gedacht, werden Micah und Julien die 28-Jährige über längere Zeit und mehrere Bände begleiten. Es ist schwer für die Autorin, an diesem Abend über die Fortsetzung zu reden, ohne all zuviel vorwegzunehmen. Wie man Erfolgsromane schreibt? Während einer anschließenden Fragerunde erfahren die Zuhörer von den Autorinnen recht schnell, dass es kein sicheres Rezept für „das eine“ Buch geben kann. Von der Idee bis zum gedruckten Exemplar könnten Monate bis Jahre vergehen. Eine Leserin bringt es am Ende des Abends auf den Punkt: „Es sind Feel-Good-Bücher, die trotzdem eine Botschaft haben.“