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„Älle wia Oiner“ – von der Kleidung bis zum Gesang ist bei Pepper & Salt alles „sengchron“ und durchdacht. Foto: Morelli
„Älle wia Oiner“ – von der Kleidung bis zum Gesang ist bei Pepper & Salt alles „sengchron“ und durchdacht. Foto: Morelli
16.11.2016

Wortwitz und musikalische Würze: Pepper & Salt unterhalten bestens

Neuhausen. Fünf schwäbische Sänger mit Ausdruck und Charme sind das Rezept für einen unterhaltsamen, facettenreichen Abend in Neuhausens gut besuchtem „Theaterschächtele“. Die Mitglieder des A-Cappella- Quintetts Pepper & Salt aus Stuttgart begeistern durch ihre vielseitige Kreativität.

Zu hören und zu sehen gibt es eine bunte Mischung aus selbst arrangierten und mit eigenen Texten versehenen Musikstücken unterschiedlicher Genres von Rock und Pop über Rap und Hip-Hop bis zu Blues und Jazz, gepaart mit kabarettistischen Schauspiel- und Tanzeinlagen. Gemäß dem Titel des Programms „sengchron“ ist die gesamte Darbietung inklusive überleitender Ansagen sowie passender Kostüme bis auf einzelne ironische Brüche perfekt abgestimmt. Ein musikalischer Countdown bestimmt den ersten Teil des Abends: Ausgehend vom Beatles-Hit „Eight Days A Week“, der die Mathematikschwäche des Musikgenies John Lennon zu offenbaren scheint, zählen die Sänger herunter auf das traditionelle irische Lied „Seven Drunken Nights“ sowie den „sexy“ Titel „Still Crazy After All Those Years“ von Paul Simon. Nach einem Potpourri verschiedener Songs von Künstlern wie Herbert Grönemeyer, den Fantastischen Vier und Tim Bendzko, wird das Publikum zum „Viertele“-Trinken in die Pause entlassen.

In der zweiten Hälfte sorgen Andrea Weiss und Robert Kast als SWR-Zeichentrickfiguren „Äffle“ und „Pferdle“ mit dem Hafer- und Bananenblues und großartiger Pantomime für einen Höhepunkt des Konzerts. Und den schwäbischen Musiker Wolle Kriwanek würdigen sie gemeinsam mit Jeschi Paul, Albrecht Meincke und Robert Kast mit einem Medley oder besser „Mädle“ seiner bekannten Lieder.

Bevor das Publikum in die verzwickten Verwandtschaftsverhältnissen einer waschechten Patchwork-Familie eingeweiht wird, gehöre eine kurze Nachhilfestunde in Sachen schwäbisches Vokabular zum Programm. Mit diesem humorvollen Abend ist es den fünf Schwaben ein Leichtes, selbst die vielen Badener im Saal für sich zu gewinnen.