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Johan Holten
Johan Holten
25.09.2015

Zaster, Kröten und Moneten – In Baden-Baden geht’s ums Geld

Baden-Baden. Es geht mal wieder ums Geld – aber diesmal bei einer Großen Landesausstellung in Baden-Baden. Unter dem Titel „Gutes und Böses Geld. 750 Jahre Bildgeschichte“ widmet sich vom kommenden Frühjahr die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden gemeinsam mit dem Casino, dem Stadtmuseum und dem Theater der Kurstadt dem Geld-Thema.

„Es wird keineswegs nur ein historischer Abriss, wir wollen alle Schattierungen darstellen“, sagte Kunsthallen-Direktor Johan Holten- bei der Vorstellung des Projektes. Moralische Bewertungen durch die Zeiten sollen ebenso aufgegriffen werden wie die politische Betrachtung von Geld als Instrument von Verarmung, Reichtum und Ungerechtigkeit.

„Der Fokus liegt aber nicht nur auf dem Bösen“, betonte Holten. Es werde auch die positive Seite gezeigt, der stetige gesellschaftliche Wandel: Geld verhalf etwa Händlern zu einem vorher nicht gekannten sozialen Prestige.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem amerikanischen Brettspiel „Monopoly“ im Stadtmuseum, einem der weltweit erfolgreichsten Spiele. Außerdem wird das Theater Baden-Baden die „Wirtschaftskomödie“ von Elfriede Jelinek aufführen. Die Eröffnung der Schau ist für den 4. März kommenden Jahres geplant; sie endet voraussichtlich am 19. Juni.

Anika von Greve-Dierfeld