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01.10.2015

Zeitlose Liebesgeschichte: „West Side Story“ feiert Premiere im Theater

Pforzheim. Mit der „West Side Story“ bringt das Theater Pforzheim einen Musical-Klassiker auf die Bühne, der vor 15 Jahren zum letzten Mal auf dem Spielplan des Hauses stand. Intendant Thomas Münstermann, Generalmusikdirektor Markus Huber und Ballettdirektor Guido Markowitz haben dieses anspruchsvolle Stück Musiktheater zur Chefsache erklärt.

In den Hauptrollen sind die Solisten, Schauspieler und Tänzer des Theaters Pforzheim zu erleben. Zusätzlich wurde das Ensemble mit jungen Sängern und Tänzern aus der Region verstärkt.

New York in den 1950er-Jahren: Große Kontraste prägen das Leben – in der Eastside leben die Schönen und Reichen, in der Westside die weniger Begüterten. Diesen sozialen Brennpunkt wählte das Kreativteam um den Komponisten Leonard Bernstein zum Schauplatz des Musicals „West Side Story“. Ihnen schwebte eine Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“ vor. Sie verwandeln die Familienfehde zwischen den Capulets und den Montagues in den Kampf zweier Straßen-Gangs: der Jets und der Sharks. Romeo und Julia heißen Tony und Maria. Er hat europäische Wurzeln und sein Freund ist der Anführer der Jets. Sie kommt aus Lateinamerika.

Ihr Bruder ist der Anführer der Sharks. In dieser Situation ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt – und der Bandenkrieg wird nicht nur ein Todesopfer fordern. Zeitlos sei die Geschichte, meint Regisseur Münstermann. Deswegen habe er in seiner Inszenierung nicht versucht, eine bestimmte Epoche abzubilden, sondern mehr das überzeitliche Moment der Geschichte betont. Genauso zeitlos sind manche Hits des Musicals. Diese werden auf Englisch erklingen. Die Dialoge und die meisten anderen Nummern aber auf Deutsch. Neben dem Gesang bleibt auch Platz für großen Tanz und Ensemble-Wirkungen. „Es wird eine sehr bewegte Inszenierung“, sagt Münstermann.