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Blas-Sportgruppe
Blas-Sportgruppe
Sascha Korf
Sascha Korf © pm
Markus Barth
Markus Barth © pm
Konrad Beikircher
Konrad Beikircher © pm
Jazzkantine
Jazzkantine © pm
Geschwister Well
Geschwister Well © pm
Uli Keuler
Uli Keuler © pm
27.07.2015

Zum Abschluss gibt es das bunte Programm bei "SWR1 Lacht"

Das bekannte Kabarett- & Comedy-Festival „SWR1 lacht“ und Jazzkantine bilden am Sonntag, 2. August, den Abschluss des „Sommersprossen“-Festivals. Auf allen Bühnen des Hauses und im Innenhof wirken bei diesem Festival bekannte und neue Vertreter der Szene mit und begeistern das Publikum.

 

Die Blassportgruppe

 

Die Brass-Welle tobt. Doch das, was die Blassportgruppe bietet, ist einzigartig. Satire, Chanson, Walzer und Rockmusik treffen auf Blechbläser. Bei den schrägen Bühnenshows des 10-köpfigen Ensembles, denen Genre-Grenzen genauso fremd sind wie Humorlosigkeit, bleibt kein Auge trocken. Höhepunkte eines jeden Auftritts sind Coverversionen von der Münchener Freiheit („So lange man Träume noch leben kann“), Rio Reisers „Junimond“

und eine furiose Interpretation von Rimski-Korsakow „Hummelflug“. Was sich bei einem Konzert der Blassportgruppe abspielt klingt so, als ob ein Bus gefüllt mit Jazz auf der Kreuzung der Musikrichtungen in ein Auto mit Punk und eines mit Blasmusik kracht: ein Auffahrunfall mit ungewohnt fröhlichen Folgen. Die Brassband aus Mannheim ist ein Geheimtipp. Mit einer zärtlichen Kampfansage an die volkstümliche Blasmusik beschreiten sieben Bläser, zwei Trommler und Sänger Patrick Kukwa einen eigenen musikalischen Weg, der sich in weitem Bogen um Dixieland oder herkömmliche Marschmusik schlängelt. Seriosität trifft auf Satire brachialer Big-Band-Sound auf Gänsehautflair, deutsches Liedgut auf Jazz, Michael Jackson auf Johannes Brahms – das alles wird verpackt in ausgetüftelten Arrangements und virtuos dargeboten von zehn Persönlichkeiten, die neben ihren musikalischen Qualitäten auch den Schalk im Nacken haben.

Die Blassportgruppe ist einzigartig und wenig konventionell – so etwas erlebt der Zuschauer nur sehr selten. Was hier passiert, ist hohe Kunst abseits der spröden Medienlandschaft.

Weitere Informationen unter: http://www.blassportgruppe.de

 

Geschwister Well mit “FEIN SEIN BEINANDER BLEIBN”

Sie standen noch nie zusammen in einem Programm auf der Bühne – außer in ihrer Kindheit. Diese verbrachten die Geschwister Well in ihrer 17-köpfigen Familie quasi in einem Dauer-Hauskonzert, unterbrochen von Auftritten z.B. beim Sparkassendirektor aus dem Nachbardorf oder zu weihnachtlichen, österlichen, sonstigen feierlichen und manchmal mehr oder weniger grausigen Anlässen.

 

Sechs der 15 Geschwister aus der Großfamilie Well, Stofferl und Michael von der Biermösl Blosn, die Wellküren Burgi und  Bärbi, Moni sowie Karli erzählen in ihren Geschwister Well Programm FEIN SEIN, BEINANDER BLEIBN! aus ihrer Familiengeschichte, in ihrer eigenen, unverwechselbaren Art. Man könnte es auch eine „Familienaufstellung auf volksmusikalischer Basis“ nennen. Fehlte beispielsweise für eine Besetzung eine Trompete, überlegte man, wer dafür in Frage käme. Zur Not erweiterte man den Kreis um ein neues Familienmitglied. Gespielt wird Harfe und Zither, Hackbrett und Dudelsack, Nonnentrompete, Akkordeon, Alphorn, Trompete, Horn, Klarinette, Saxophon, Maultrommel, Flöte, Okarina, Schlagzeug, Geige, Kontrabass, diverse Tuben und Brummtöpfe… alles Instrumente, die von den Mitgliedern der Familie im Laufe ihrer Kindheit erlernt wurden um sich im Großfamilienverbund als Individuum Gehör zu verschaffen, sich zugleich zu integrieren und auch abzugrenzen. Es wird gesungen und gespielt, gedichtet und gereimt, gejodelt und geplattelt, gestritten und wieder versöhnt.

 

Für die Regie haben sich die Geschwister Well, kurz vor ihrem 50-jährigen Bühnenjubiläum, mit Franz Wittenbrink zusammengetan, der selbst aus einer 13-Kinder-Familie stammt und mit seiner Regensburger Domspatzen-Vergangenheit reichlich Hausmusikerfahrung mitbringt. Weitere Informationen unter: http://geschwister-well.de

 

 

“Bayo BONGO” Konrad Beikircher und Band: Die 5oer wie sie wirklich waren

Die 5oer Jahre – das verkannteste Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts. Über ihnen könnte der Satz von Péter Esterházy stehen: Es ist verdammt schwer zu lügen, wenn man die Wahrheit nicht kennt, weil: die 5oer wussten es nicht besser, also waren sie aufrichtig.

So aufrichtig wie die Plastiktüte übern Kopf, falls die Atombombe kommt und mit ihr die Radioaktivität, so aufrichtig wie Juan Manuel Fangio und die wirkliche Kunst des Autofahrens. Am aufrichtigsten waren die 5oer in ihren scheinbar verlogenen Liedern, Lieder wie „Schön, schön, schön war die Zeit“, „Tom Dooley“ oder „Maria aus Bahia“, das als „Ei, Ei, Ei Verpoorten, Verpoorten allerorten“ bis heute lebendig geblieben ist.

 

Und genau diese Lieder packt Konrad Beikircher mit seinen kongenialen Musikern aus Frankfurt: Matthias Raue, Martin Wagner und Hanns Höhn, am Schopf und schüttelt und zaust sie, bis ihnen die Schuppen vom Kopf fallen. Und plötzlich sehen die 5oer aus wie die Glaskugeln mit Schneegestöber und hinter dem Kitsch und der Lüge schaut uns die Sehnsucht mit großen traurigen Augen an, die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit, in dem das Hellste die Augensterne der Schönen sind. So stellen sich die 5oer als ein Jahrzehnt vor, das zum Genießen ruft, wissend, dass es für den Rest des Jahrhunderts wohl nicht mehr schöner werden wird. Also: Laila, heute nacht will ich dich wiederseh’n, küsse mich und quäle mich, denn ich liebe nur dich! Ich schwöre Ihnen: wir werden Freude miteinander haben – wie damals! Mit dabei sind Konrad Beikircher (Gesang, Geige, Gitarre, Mundharmonika), Matthias Raue (Geige, Bratsche, Mandoline), Martin Wagner (Akkordeon) und Hanns Höhn (Kontrabaß). Weitere Informationen unter: http://www.beikircher.de

 

 

Markus Barth: Mitte 30 und noch nicht mal auferstanden

"In meinem Alter war Jesus schon auferstanden. Ich bin noch nicht mal tot. Da läuft doch was schief!" Deswegen will Markus Barth jetzt mal was leisten! Marathon, Pandas retten,

multinationalen Mischkonzern gründen - egal, Hauptsache was für die Nachwelt! Vielleicht reicht es ja auch schon, ein paar drängende Fragen zu beantworten:

- Warum sinkt ab 30 die Bullshit-Toleranz so dramatisch?

- Ist Franz Kafka wirklich der Richtige, um mir Lebenshilfe zu geben?

- Ist die Homo-Ehe wirklich nur so was wie ne Fahrgemeinschaft?

- Klingt „Heilfasten“ nicht genauso sinnvoll wie „Gesundprügeln“?

 

Und die Frage aller Fragen: Hatte Gott wirklich für jeden Menschen einen großen Plan - oder war bei manchen nicht einfach noch ein bisschen Fleisch übrig? Ein Abend übers Schaffen und Scheitern - und den Spaß an beidem. Es könnte sein, dass auch Sie nach diesem Programm nicht direkt einen Nobelpreis gewinnen, zehn Kilo abnehmen und an der Börse durchstarten. Es könnte aber auch sein, dass Sie das dann gar nicht mehr wollen.

Weitere Informationen unter: www.markus-barth.de

 

Sascha Korf: Auszüge aus dem Programm „Wer zuerst lacht, lacht am längsten“

In seinem erfolgreichen Bühnen-Programm „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“ zeigte Sascha Korf bereits, dass er ein Spontanitäts‐Experte par excellence ist. Nun setzt der sympathische Wahlkölner noch einen drauf: „Wer zuerst lacht, lacht am längsten“ heißt sein brandneues Solo, mit dem er sein Publikum begeistert. Stets charmant und immer schlagfertig macht Sascha Korf den ganzen Saal zur Bühne und nimmt die Zuschauer (tatsächlich) an die Hand, um sie in seine Welten zu entführen. So echauffiert sich der Meister der Stehgreif-Guten‐Laune herrlich über aktuelles Politik-Geschehen und widmet sich wichtigen Fragen der Zeit: „Warum ist nieee besetzt, wenn man sich verwählt?“

„Ist bei einem All-Inclusive-Urlaub auch das Personal inbegriffen?“ „Wenn ein Taxi rückwärts fährt, kriegt man dann wieder Geld raus?“ Neben herrlich absurden Antworten dazu darf natürlich das beliebte Korfsche Update zur aktuellen Lage des deutschen Fernsehens nicht fehlen. http://www.sascha-korf.de

 

 Uli Keuler

Uli Keuler spielt... ...heißt das Programm des schwäbischen Kabarettisten. Der Hintergrund, vor dem seine Figuren agieren, ist der Alltag. Und die Helden sind  jedermann vertraut: detail-verliebte Fahrkartenkäufer, unbesiegbare Technikjünger, überforderte Hausmänner und wissbegierige Gesprächsnachbarn. Doch gelingt es Keuler, die alltägliche Szenerie in ein ziemlich schräges Licht zu tauchen und so dem Gewohnten überraschende Perspektiven abzugewinnen. Und dies alles ohne Requisiten, Kostüm oder Maske. Keulers Markenzeichen ist ein Sprachwitz, der teils derb-komisch, teils zielgenau entlarvend und teils verspielt daherkommt. Das Personal auf der Bühne ist unverkennbar im Schwäbischen angesiedelt, doch könnte sich das Geschehen auch in anderen Teilen der Republik abspielen.

"Uli Keuler spielt" ist weder ein altes noch ein neues Programm. Keuler baut sein Repertoire langsam, aber stetig um. Wer ihn seit einigen Jahren nicht gesehen hat, wird zwischen Bekanntem auch allerhand Neues entdecken. Weitere Informationen unter: http://www.uli-keuler.de

 

 Jazzkantine

Am 2. August tritt zum Abschluss von „SWR1 lacht“ die JAZZKANTINE im Innenhof des Kulturhauses Osterfeld auf. Bassist und Produzent Christian Eitner ist seit 1994 Chefkoch einer Band, die eigentlich gar keine werden sollte. Zunächst war das Projekt "Jazzkantine" vor allem der Versuch, Musiker, Rapper und DJs aus unterschiedlichsten Lagern im Studio zu vereinen. In dem Verstehen um die Verwandtschaft von Jazz, Funk und Hip Hop sollten neue Klangfarben entwickelt werden. Erst auf Anfrage der Plattenfirma "RCA/BMG" kam es zu einer ersten kleinen Tournee. Die bunte Groove-Mischung ging direkt ins Blut und hinterließ begeistertes Publikum.

Weitere Tourneen folgten und auch in den Nachbarländern erspielte sich die Gruppe einen hervorragenden Namen. Gutes Handwerk trifft auf Entertainment, HipHop auf Jazz. Überhaupt haben sich die Echo-Preisträger wohl vor allem durch ihre Vielseitigkeit ausgezeichnet. Neben unterschiedlichsten Konzept-Alben von Big-Band-Jazz bis hin zu Metal-Covern gab es zusätzlich viele Theaterarbeiten: als "Tiffanys" in "Fleisch ist meine Gemüse", als "Tanzzkantine" mit Ballettensemble und dann wieder als eine blau-gelbe Fußball Revue zur Braunschweiger "Eintracht". Auch die Gäste sagen viel über die Mentalität dieser außergewöhnlichen Kapelle aus: auf der einen Seite Jazz-Allstars wie Till Brönner, Gunter Hampel, Joo Kraus, Bill Evans, Nils Landgren -- - auf der anderen Rap-Größen wie ODB und RZA (Wu-Tang Clan), Smudo, Such a Surge oder Aleksey. Aber dann auch wieder Kollegen irgendwo aus der Mitte: Edo Zanki, Selig, Xavier Naidoo, Götz Alsmann, Tom Gaebel. Immer mit dabei: eine Prise Selbst-Ironie. Man hat sich nie zu ernst genommen auf der Gratwanderung zwischen "Jazz-Jazz" und eingängigen Radiosingles. Der 2013 mit

dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnete Posaunist Nils Wogram bemerkt trocken: "Die Jazzpolizei hatte uns von Anfang an auf dem Kieker, wir haben zur Kontrolle meist

unseren Saxofonisten George Bishop (Gott hab ihn selig) geschickt. Der hatte Jazz studiert und sprach schlecht Deutsch, da haben sie uns meist weiterspielen lassen."

http://www.jazzkantine.de

 

"SWR1 Lacht"

Sonntag, 2. August, 18 Uhr, im Innenhof des Kulturhauses Osterfeld

 

Karten und Informationen gibt es im Kulturhaus Osterfeld telefonisch unter (07231) 318215, per Mail an info@kulturhaus-osterfeld.de oder auf www.kulturhaus-osterfeld.de