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Bilden die Band Frontm3n: Peter Howarth, Pete Lincoln und Mick Wilson (von links).  Foto: Frommer 

Zurück in die 1970er-Jahre - Open-Air-Konzert in Remchingen

Remchingen. Eine herrliche Akustiknacht mit drei ausdrucksstarken Stimmen: Mit der britischen Band Frontm3n präsentierte das umtriebige Kulturhallen-Team um Paul Taube im Rahmen seiner sommerlichen Open-Air-Konzertreihe auf dem San Biagio Platani-Platz einen musikalischen Leckerbissen, dessen mehrstimmige Vokalpassagen nahtlos und gekonnt an die große Zeit englischer Pop-Formationen wie The Hollies, The Sweet oder 10 CC anknüpften. Frontm3n, das sind die gestandenen Musiker Peter Howarth (geboren 1960 in Blackpool), Mick Wilson (geboren 1962 in Manchester) und Pete Lincoln (geboren 1956 in Newcastle). Howarth ist seit 2005 Leadsänger der Hollies, und Wilson lieh 1999 bis 2006 der stilistisch vielfältigen Band 10 CC seine Stimme. Gitarrist Lincoln (unter anderem zehn Jahre bei Sailor und 13 Jahre bei The Sweet) wählte als Solo den Erfolgstitel „Alice“ von Smokie – bei denen er aber „noch nicht gespielt“ habe.

Musikalisch bot die Konzertnacht alles, wofür die Bands der drei routinierten Gitarristen und Sänger in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren verehrt wurden: gefühlvolle Balladen wie „The Air That I Breathe“ (Hollies, 1974), zündende Uptempo-His wie „Rubber Bullets“ (10 CC, 1973), den vom Publikum frenetisch gefeierten „Ballroom Blitz“ (Sweet, 1973) sowie Ohrwurm-Klassiker wie „Carrie“ (1980) von Cliff Richard oder „You Got It“ (1989) von Roy Orbison – verquickt mit seiner Filmmusik zu „Pretty Woman“ ( 1964).

Was das Konzert – neben den exzellent harmonierenden Stimmen – außergewöhnlich machte, war die betont relaxte und heitere Ausstrahlung der drei Frontmen. Derart grundpositiv gestimmt klang das akustische Sommerkonzert bei bester Laune und mit viel Beifall der Zuhörer aus – irgendwo zwischen „Long Cool Woman“ (Hollies, 1971) und den karibischen Anklängen von „Dreadlock Holiday“ (10 CC, 1978).