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07.09.2009

20-jährige muss niesen und kracht gegen Müllwagen

KNITTLINGEN. Weil sie niesen musste und dabei auf die Gegenfahrbahn kam, ist eine 20-Jährige in ihrem VW am Montagmorgen auf der B 35 bei Knittlingen mit einem tonnenschweren Mülllaster zusammengestoßen.

Rund 500 Meter entfernt von der Auffahrt Knittlingen-Mitte kam es gestern gegen 6.30 Uhr auf der B 35 zum Zusammenstoß. Nach Angaben der Polizei fuhr die 20-jährige VW-Fahrerin in Richtung Bretten, als sie niesen musste und deswegen auf die linke Fahrspur kam. „Dort fuhr sie 50 bis 100 Meter“, sagte ein Polizist vor Ort. Ein entgegenkommender 44-jähriger Mülllaster-Fahrer versuchte noch, dem Polo auszuweichen und zwischen zwei ihm plötzlich entgegenkommenden Fahrzeugen durchzufahren, aber Müllwagen und Polo prallten aufeinander.

Der VW wurde in den Straßengraben geschleudert, wo er mit eingedelltem Motorraum liegenblieb. Die 20-jährige Unfallfahrerin wurde eingeklemmt. Sie und ein 38-jähriger Beifahrer im Mülllaster wurden laut Polizei schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Müllwagenfahrer erlitt einen Schock. Die große Frontscheibe des 15,5 Tonnen schweren Mülllasters war komplett zersplittert. Der Laster wird von der in Knittlingen ansässigen Entsorgungsfirma Sita P+R zum Transport von Sperrmüll genutzt und war zum Zeitpunkt des Unfalls leer. Den Unfallschaden gab die Polizei mit 25 000 Euro an.

Strecke gesperrt

Mehrere Lastwagen-Fahrer, die in ihren Fahrzeugen an die Unfallstelle herangefahren waren, bevor der Verkehr umgeleitet wurde, mussten warten, bis die Strecke geräumt war. Der Verkehr wurde von der Polizei ab Knittlingen-Mitte und von Bretten her durch Knittlingen umgeleitet.

Kurz nach halb acht rückte der erste Abschleppwagen an. Gegen neun Uhr wurde die B 35 wieder freigegeben. Die Knittlinger Feuerwehr war im Einsatz und entfernte ausgelaufenen Kraftstoff und Öl von der Fahrbahn. Im Wiesenbereich, wo der Polo lag, wurde „geringfügig“ Gras abgetragen. „Wir haben das Wiesenstück untersucht und festgestellt, dass kein Öl ins Erdreich gesickert ist“, sagte Kommandant Markus Haberstroh zur PZ.