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Der Technische Ausschuss der Gemeinde Wiernsheim hat beschlossen, das alte Fachwerkhaus in der Kronengasse 8 nicht abzureißen. Laut eines Gutachtens stammt der hintere Teil des Gebäudes aus der Zeit um 1580. Foto: PZ-Archiv/Hepfer
Der Technische Ausschuss der Gemeinde Wiernsheim hat beschlossen, das alte Fachwerkhaus in der Kronengasse 8 nicht abzureißen. Laut eines Gutachtens stammt der hintere Teil des Gebäudes aus der Zeit um 1580. Foto: PZ-Archiv/Hepfer
Der geplante Seniorenwohnkomplex beim Wiernsheimer Rathaus kann nun nicht mehr nach diesem Modell gebaut werden, weil sich das alte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus an der Schnittstelle der beiden Gebäudeteile befindet. PZ-Archiv/Privat
Der geplante Seniorenwohnkomplex beim Wiernsheimer Rathaus kann nun nicht mehr nach diesem Modell gebaut werden, weil sich das alte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus an der Schnittstelle der beiden Gebäudeteile befindet. PZ-Archiv/Privat
Karlheinz Oehler
Karlheinz Oehler
10.05.2019

430 Jahre altes Gebäude kippt Bau des Seniorenheims beim Rathaus

Wiernsheim. Haus in Wiernsheimer Kronengasse 8 bleibt wohl vom Abriss verschont. Der Wiernsheimer Bürgermeister Karlheinz Oehler hat in der jüngsten Sitzung des Technischen Gemeinde-Ausschusses die Katze aus dem Sack gelassen.

„Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, den Abriss des alten Fachwerkhauses in der Kronengasse 8 voranzutreiben“, machte Oehler unmissverständlich klar. Schon vor einiger Zeit hatte der Rathauschef ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Möglichkeit eines Abrisses des denkmalgeschützten Gebäudes zu prüfen. Denn dies war notwendig geworden, zumal das Wohnbau-Unternehmen Paulus dort in Rathausnähe für rund 15 Millionen Euro den Bau eines Seniorenwohnkomplexes geplant hatte. Dabei spielt das alte Fachwerkhaus eine zentrale Rolle, weil es genau an der Schnittstelle der beiden in L-Form angelegten Gebäudeteile steht. Das Gutachten über das denkmalgeschützte Haus hat nun jedoch ergeben, dass der hintere Teil viel älter ist, als bisher angenommen und aus der Zeit um 1580 – also noch vor dem Dreißigjährigen Krieg stammt. „Wir haben quasi aus Versehen ein hochkarätiges Denkmal entdeckt, das wir zu einem Highlight machen können.

Für dieses Stück Geschichte müssen wir nun auch Verantwortung übernehmen“, betonte der Rathauschef.“ Was die Neuorientierung beim Bau des Seniorenwohnkomplexes anbelangt, hat Oehler auch schon einige Hausaufgaben erledigt und sich nach neuen, möglichen Grundstücken umgesehen, welche die Gemeinde zur Verfügung stellen könnte. Im Ortskern soll laut Oehler aber zumindest der Bereich „betreutes Wohnen“ mit einem Neubau von drei bis vier Einzelgebäuden umgesetzt werden. Mehr lesen Sie am Samstag, 11. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.